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Celle Stadt Junger Mexikaner dirigiert zwei Klassiker in Congress Union
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Junger Mexikaner dirigiert zwei Klassiker in Congress Union
12:04 01.12.2017
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Seit dieser Spielzeit ist Ivan Lopez Reynoso erster Kapellmeister am Staatstheater Braunschweig. Dort kann er sein bereits beachtlich breites Opernrepertoire genauso ausbauen, wie sich als Konzertdirigent profilieren. In Braunschweig hat er bereits in seiner ersten festen Position in Europa die Möglichkeit, Opernpremieren der verschiedensten Art zu dirigieren. Letztens Humperdincks „Hänsel und Gretel“, demnächst Salvatore Sciarrinos virtuose Klangerkundungen in „La porta della legge“ und eine Operette von Dmitri Schostakowitsch. Auch das eine oder andere Sinfoniekonzert steht unter seiner Leitung – nicht nur in Braunschweig, sondern auch bei Gastkonzerten des Braunschweiger Staatsorchesters in Celle am 11. April mit einem Mendelssohn-Wagner-Programm. Am Freitag, 8. Dezember, dirigiert er im ersten Abonnementskonzert in der Celler Congress Union nicht nur die dritte Sinfonie von Robert Schumann sondern auch sinfonische Cellokonzert von Antonin Dvorak. Solist ist Karl Huros, langjährigr Solocellist des Orchesters.

Da treffen zwei Schwergewichte des romantischen Repertoires in einem Konzert aufeinander, wobei beide zwar gekennzeichnet sind von einer populären und eingängigen Melodik, trotzdem gehören beide Stücke nicht zu den meistaufgeführten Stücken dieser Komponisten. Gerade beim Cellokonzert von Dvorak ist das erstaunlich, gibt es doch kaum ein Werk, das für dieses Instrument geschrieben wurde, das derart schlüssig Lyrisches und Dramatisches miteinander verbindet.

Anders ist die Lage bei den Schumann-Sinfonien, die zwar Meisterwerke darstellen, aber immer wieder auch kritisiert werden wegen ihrer Instrumentierung. Manche empfinden sie als ungeschickt, manche meinen, dass das nur die spezielle Eigenart dieses Komponisten ist. Wer jemals die Korrekturen bekannter Komponisten wie von Gustav Mahler gehört hat, der wird fast sicher zur Überzeugung kommen, dass die Stücke unbearbeitet überzeugender wirken. Aber gewisse Vorbehalte zu diesen Stücken stehen immer noch im Raum. (rh)

Von Reinald Hanke