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Celle Stadt „Juventis“-Jugendchor Celle plant Großes
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Juventis“-Jugendchor Celle plant Großes
09:57 05.04.2016
Celle Stadt

Der in Celle lebende Chorleiter Stephan Doormann (Foto) hat mit seinem früheren, in Springe beheimateten Chor „Quilisma“ nicht nur mehrfach erfolgreich an hochkarätigen Wettbewerben teilgenommen, er hat vor allem in den letzten Jahren mehrere Vermittlungsprojekte mit besonders anspruchsvollen Aufführungen verbunden. So hat es Doormann geschafft, dass sich die Jugendlichen in höchstem Maße in die gemeinsame Arbeit vor den Aufführungen einbrachten. Das galt sowohl für die Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ von Johann Sebastian Bach wie auch im besonderen Maße für das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms und das Mozart-„Requiem“. „Für manch jungen Sänger ist dabei der Chor fast zu einer Art zweiten sozialen Heimat geworden. Dann muss man als Chorleiter vor Ort präsent sein, was aber nicht geht, wenn man viele Kilometer weg in Celle wohnt.“

So kam die Situation für Doormann wie gerufen als sich für ihn vor ungefähr zwei Jahren die Möglichkeit bot, eine Stelle am hiesigen KAV-Gymnasium zu übernehmen. Darum hat er seinen Springer Chor abgegeben und am KAV einen Chor namens „Juventis“ ins Leben gerufen, der in voller Besetzung über 100 Mitglieder im Alter zwischen 11 und 18 Jahren zählt und bereits mehrfach in Hannover und Celle aufgetreten ist. In absehbarer Zeit plant Doormann auch Wettbewerbsteilnahmen mit dem Chor.

Zur Finanzierung und organisatorischen Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben haben der Chorleiter und eine Gruppe von Chorsängereltern einen als gemeinnützig anerkannten Verein gegründet, dem bisher etwa 40 Mitglieder angehören. „Ziel ist es, dass wir nicht nur alle Eltern ins Boot holen, sondern auch noch andere Chormusikenthusiasten ansprechen,“ so hofft Doormann. Er hat Großes vor: Als erstes ist eine Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ von Bach unter dem Motto „Neuland“ geplant, in das Flüchtlinge mit eigenen Musiktraditionen integriert werden sollen. Doormann sieht dieses Stück nicht nur als musikalisch meisterhaft, sondern auch als brandaktuell an. (rh)

Von Reinald Hanke