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Celle Stadt Kameradschaftsbund ehemaliger Brandmeister unternimmt Ausflug
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kameradschaftsbund ehemaliger Brandmeister unternimmt Ausflug
13:27 11.08.2017
Quelle: Dieter Witt
Celle

Im Zonengrenzmuseum gab es zunächst einen Überblick über die Geschichte nach Ende des II. Weltkrieges bis zur Grenzöffnung am 19. November 1989 um 07.50 Uhr. Es wurde berichtet von menschlichen Schicksalen wie Familientrennung, Ausweisung aus dem 5 KM breiten Sicherungsstreifen bei politischer Unzuverlässigkeit oder Kritik an dem Regime, Fluchtversuchen bis hin zu den tödlichen Verletzungen durch die Selbstschussanlagen an der Grenzbefestigung. Dokumentiert wurde der Vortrag durch die im Museum ausgestellten Bilder, Uniformen der verschiedenen Grenzbewacher und Reste der Grenzbefestigungen.

Danach ging es weiter zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn in Harbke. Die Einrichtungen wurden gezeigt und so manche Teilnehmer berichteten von den Erlebnissen, die sie selber an der Grenze und bei den Grenzkontrollen erlebt haben.

Trotz all der interessanten Erklärungen knurrte auch irgendwann der Magen. Hier hatte der Vorsitzende vorgesorgt und das Waldcafe in Esbeck reservieren lassen. Alles war wunderbar organisiert und vorbereitet, so dass das Mittagsmahl ein Gaumenschmaus wurde.

Nach der Mittagspause im Waldfrieden ging es dann weiter nach Hötensleben zur Besichtigung des Grenzdenkmals. Hier konnten noch einmal in aller Ruhe die Grenzbefestigungen in Augenschein genommen werden und jeder war froh, dass diese grausame Grenze eingerissen wurde. Es war eine interessante Information.

Danach ging es wieder auf heimatlichen Kurs vorbei an dem Kohlekraftwerk Buschhaus und den ausgebeuteten Braunkohlegruben, die den Menschen dort Arbeit und Brot brachten. - Jetzt wird nach Ersatzarbeitsplätzen gesucht.

Ein Pflichtprogramm bei den Ausflügen des Kameradschaftsbundes ist eine gemütliche Kaffeepause und die haben wir im Wasserturmcafè in Gifhorn eingelegt. Wunderbarer Kuchen, guter Kaffe und ein herrlicher Ausblick über die Region bleiben in guter Erinnerung.

Beim gemütlichen Beisammensein abends in Ahnsbeck hatte der Wirt kräftig aufgetischt, so dass keiner hungrig nach Hause musste. Einhellige Meinung: “Es war ein schöner Tag.“

Von Hans-Hermann Schmitz