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Celle Stadt Kampf gegen wilde Müllkippen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kampf gegen wilde Müllkippen
14:54 18.08.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

An manchen Stellen im Stadtgebiet gleichen die Altglascontainer-Standorte wilden Müllkippen. An den Behältern stapeln sich Unrat und Sperrmüll – ein hässliches Bild. „Das Duale System und die Subunternehmer sind für die Sauberkeit an den Standorten verantwortlich“, sagte Stadtrat Stephan Kassel bei einer Einwohnerversammlung in Altencelle. Er appellierte an die Bürger, ihren Müll nicht illegal zu entsorgen.

Gleichzeitig ermutigte Kassel die Celler, sich mit der Verwaltung telefonisch unter Tel. (05141) 12397 in Verbindung zu setzen, wenn das rechtswidrige Abladen von Hausmüll an Glascontainer-Standorten festgestellt wird. Die Verwaltung werde den zuständigen Subunternehmer informieren, der den Stellplatz dann reinigen müsse, sagte Kassel.

Altencelles Ortsbürgermeister Otto Stumpf (CDU) forderte die Verwaltung auf, mit den Entsorgern vertraglich zu vereinbaren, dass die Glascontainer-Standorte täglich kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden. „Dann wäre die Kuh vom Eis.“ Kassel erwiderte, dass das Duale System mit den Subunternehmern Verträge abschließe, auf die die Verwaltung keinen Einfluss habe. „Mit dem Dualen System wird viel Geld verdient“, sagte er. Die Kosten würden aber hauptsächlich die Subunternehmen tragen. Und diese würden sich gegen aufwändige Kontrollen sperren. Er könne sich vorstellen, dass kleine Entsorgungsunternehmen eher dazu bereit wären.

„Geeignete Container-Standorte zu finden, ist nicht ganz einfach“, erläuterte der Stadtrat. Mehrere Voraussetzungen müssten erfüllt sein: So müssten die Plätze für Entsorgungsfahrzeuge und Autos zugänglich sein, einen festen Untergrund haben und dürften nicht zu dicht, aber auch nicht zu weit weg von Wohngebieten liegen. Die Stadt könne Privateigentümer und Firmen nicht dazu verpflichten, entsprechende Plätze zur Verfügung zu stellen, sagte Kassel.

Genau dies verlangte Amei Wiegel. Im Sinne des Verursacherprinzips müssten Handelsketten bei der Suche nach Standorten herangezogen werden, forderte die SPD-Politikerin. Kassel verwies darauf, dass es sich um Privateigentum handele. „Das gilt auch für die Handelsketten.“ Sie könnten zum Aufstellen von Altglascontainern nicht gezwungen werden.

Nach Angaben der Verwaltung werden in Celle pro Jahr mehr als zehn Tonnen Müll und Sperrmüll illegal an Altglascontainern abgeladen. Wird der Umweltsünder ermittelt, kommt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren auf ihn zu.