Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Kanadischer Blues-Export JW Jones mit viel Spielfreude
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kanadischer Blues-Export JW Jones mit viel Spielfreude
16:09 11.04.2013
Von Jürgen Poestges
Mit viel Spielfreude im Herzog Ernst: Der kanadische Blues-Gitarrist JW Jones - mit Schlagzeuger Jansen Richard und Bassistin Laura Greenberg. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Ganz viel Blues, ein bisschen Rock – und unglaublich viel Spielfreude. JW Jones war zu Gast im „Herzog Ernst“ in den Neuen Straße. Der Musik-Export aus Kanada bot den Zuhörern eine tolle Show. Unterstützt von Laura Greenberg am Bass und Jansen Richard am Schlagzeug bot der 31-jährige Gitarrist einen Querschnitt durch sein Schaffen mit Schwerpunkt auf dem neuen Album „Seventh Hour“ und zollte seinem Heroen BB King Tribut.

„Wir haben bei uns zu Hause ein Bluesfestival über mehrere Tage. Und wir spielen am gleichen Tag wie BB King. Da bin ich ehrlich gesagt schon ein wenig nervös“, verriet der Sonnyboy. Und er fand nette Worte für den Veranstaltungsort Herzog Ernst. „Wir haben schon in Bibliotheken vor dem Regal mit Kinderbüchern gespielt, das war kurios. Aber nur hier bei Axel Lanz spielt man gegen eine Wand“, sagte er lachend in Anspielung auf den Standort der Bühne in dem Lokal.

Im Mittelpunkt stand aber die Musik. Jones bewies, dass er zurecht zu den führenden Blues-Gitarristen Kanadas gehört und in den Blues-Charts zahlreicher Länder unter den Top 10 rangiert. Dazu kommt seine starke Stimme, die man ihm auf den ersten Blick so nicht zutraut. Kleine „Gimmicks“ wie der sechs-händige Einsatz auf einer Gitarre oder der „fliegende Instrumentenwechsel“ während eines Stückes – Jones wechselte ans Schlagzeug, der Drummer übernahm den Bass und diese Musikerin hängte sich die Gitarre um – lockerten die Show auf.

Im Übrigen hatte das Trio einen weiten Weg auf sich genommen: Aus Dünkirchen waren sie gekommen, um dann am nächsten Tag erneut zu einem Auftritt nach Frankreich zu reisen.