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Celle Stadt Kaum Hoffnung für Anwohner
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kaum Hoffnung für Anwohner
17:17 25.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Anwohner Christian Gonsior (rechts) erläuterte den Besuchern der Informationsveranstaltung,welche Folgen der Neubau des Feuerwehrgerätehauses haben würde. Quelle: David Borghoff
Celle

Beim Bau des Neuen Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Westercelle möchte die Stadt aufs Tempo drücken. Im beschleunigten Verfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung sollen die Planungen vorangetrieben werden. Ob die Stadt ihr Vorhaben so schnell umsetzen können wird wie vorgesehen, bleibt abzuwarten. Denn den Anwohnern passt das Vorhaben überhaupt nicht. Am vergangenen Samstag lud die Nachbarschaftsinitiative "Pro Grüne Lunge Westercelle" zu einer Informationsveranstaltung und etwa 60 Bürger aus dem Ortsteil und einige Lokalpolitiker machten sich vor Ort ein Bild der Problematik.

Furcht vor Wertverlust der Eigenheime

Das neue Feuerwehrhaus soll zwischen Triftweg und Hannoversche Heerstraße auf einem Gelände gebaut werden, das im Augenblick noch an Privatleute und den Reit- und Fahrverein Westercelle verpachtet ist. Den Mitgliedern der Nachbarschaftsinitiative geht es dabei vor allem um den Erhalt von etwa 40 alten Eichen, die wohl dem Bau des neuen Feuerwehrstandortes zum Opfer fallen würden. Außerdem fürchten sie, "dass die Wertigkeit des Wohngebietes reduziert wird".

Alternativen nicht geprüft

Christian Gonsior von der Nachbarschaftsinitiative führte die Gruppe über das Gelände und machte gleich zu Anfang deutlich: "Wir haben nichts gegen die Feuerwehr, nur gegen die Art der Planung. Es gibt Alternativflächen. Wir haben das Gefühl, dass die nicht richtig geprüft worden sind." Und damit lag er richtig.

Die Planungen der Stadt und der Feuerwehr Westercelle stammen noch aus einer Zeit, als das Vorhaben der Sparkasse, ihren Standort direkt neben dem jetzigen Feuerwehrgerätehaus an der Westerceller Straße aufzugeben und auf dem Gelände des ehemaligen Teppichhandels Dietert am Wilhelm-Heinichen-Ring/Hannoversche Heerstraße neu zu bauen, noch nicht bekannt waren. Das war den Ausführungen von Edgar Frick, Fachdienstleiter Allgemeine Ordnung, und Ortsbrandmeister Olaf Mackensen zu entnehmen. Zumindest waren die neuesten Entwicklungen in den Planungen der Stadt bisher nicht berücksichtigt worden.

Mackensen führte aus, dass man das Jugenddorf, Mios sowie den alten Standort und eben das kleine Wäldchen geprüft habe. Die Wahl sei auf Letzteres gefallen. Unter anderem, weil man hier gewährleisten könne, dass die Feuerwehr im Ernstfall rechtzeitig am Ort des Geschehens eintreffen würde. Doch das war nicht allein ausschlaggebend. Denn auch das Geld spielt eine wichtige Rolle bei den Überlegungen der Stadtverwaltung.

Finanzen sind wesentlicher Punkt

Dazu Frick: "Den alten Standort und Mios müssten wir erst abreißen. Außerdem soll das Stadtarchiv erweitert werden, dazu würde sich sich die Fläche des jetzigen Feuerwehrstandortes anbieten." Das jetzt ins Auge gefasste Areal, auf dem die Planungen vorangetrieben werden, gehört bereits der Stadt. Kosten für einen Ankauf würden nicht anfallen und auch Abrisskosten gibt es dort nicht. Frick räumte mit Blick auf die schlechte Haushaltssituation der Stadt freimütig ein: "Wir können jetzt nicht noch Geld für den Ankauf eines Grundstücks in die Hand nehmen. Die Finanzen sind entscheidend, das ist der wesentliche Punkt."

Die Anwohner drängten allerdings darauf, dass auch das Gelände an der Tangente noch einmal "komplett" untersucht wird. Frick machte den Anwesenden allerdings keine großen Hoffnungen, dass sich dadurch eine neue Ausgangslage ergeben könnte. "Wir können da gerne noch einmal den Zirkel drauflegen", sagte er vor dem Hintergrund, dass immer geschaut wird, wie weit die Feuerwehrleute von ihrem Feuerwehrgerätehaus entfernt wohnen, und fügte hinzu: "Es wird nicht für jeden Standort eine komplette Prüfung geben können."

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