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Celle Stadt Kein Alkohol an Kinder: Standbetreiber setzen Signal
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kein Alkohol an Kinder: Standbetreiber setzen Signal
15:46 25.11.2010
Von Oliver Gatz
Gemeinsam gegen verbotenen Alkoholausschank an Jugendliche auf dem Weihnachtsmarkt (von links): Hartmut Vogt von der Psychosozialen Beratungsstelle, Standbetreiber Christoph Eisermann, Bianka Lawin von der Jugendarbeit der Stadt und Till Voigt von der Jugendarbeit des Landkreises. Quelle: Peter Müller
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Bereits zum zweiten Mal machen die Stadt und der Landkreis Celle mit dieser Aktion beim Weihnachtsmarkt auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes aufmerksam. „Das ist im vergangenen Jahr sehr erfolgreich gelaufen“, sagt Bianka Lawin vom Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle. Mit diesem Konzept wolle man in Zukunft bei allen größeren Veranstaltungen gegen das Komasaufen vorgehen.

„Ich halte das für sehr sinnvoll“, betont Standbetreiber Christoph Eisermann. Seitdem verstärkt auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen beim Ausschank von Alkohol geachtet werde, gebe es weniger Nachfragen von Kindern und Jugendlichen nach heißen Getränken „mit Schuss“. „Wir müssen deutlich seltener nach den Ausweisen fragen“, erläutert Eisermann. Bis vor zwei Jahren habe es rund zehn solcher Wünsche von Minderjährigen pro Tag gegeben. „Jetzt gibt es höchstens noch ein bis zwei Anfragen – wenn überhaupt“, so Eisermann.

„Uns geht es um die Signalwirkung“, sagt Lawin. „Wir wollen damit deutlich machen, dass wir alle an einem Strang ziehen.“ Bei der Präventionsarbeit gibt es allerdings Grenzen: Problematisch ist beispielsweise die Situation, wenn Erwachsene ein Tablett mit Schnäpsen bestellen und diese dann an Minderjährige weiterreichen. Nach dem Jugendschutzgesetz sei der Kauf der alkoholischen Getränke kein Verstoß, erläutert Hartmut Vogt von der Psycholsozialen Beratungsstelle. „Die Weitergabe aber schon.“ Wer dies als Verkäufer bemerke, solle sich nicht scheuen, die Kunden mit den „Sorry-Karten“ auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes aufmerksam zu machen.