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Celle Stadt „Kein City-Markt, kein Cramer“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Kein City-Markt, kein Cramer“
14:24 12.04.2013
Von Michael Ende
Blick über die Wehlstraße auf das geplante Cramer-Objekt: Es mehren sich Stimmen, denen zu folge dieser "dicke Fisch" zu groß für die benachbarte Innenstadt sein könnte. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Für die SPD sei der Kurs klar, sagt deren Ratsfraktionschef Jürgen Rentsch: „Wir haben uns bemüht, Cramer zu einer Aussage für einen Innenstadt-Mini-Markt zu kriegen, und hoffen auf einen solchen Markt in der Bergstraße oder wo auch immer.“ Man könne allerdings keinen Investor zwingen, einen Markt in der City einzurichten: „Wir bleiben in jedem Fall bei unserem positiven Votum für Cramer an der Wehlstraße. Der Rat und die Stadt sind nicht Investoren oder Manager, wir können nur Anreize geben, aber wir können nicht auf dem Reißbrett eine Möchte-Gerne-Stadt mit Möchte-Gerne-Kaufläden erschaffen.“

Die WG befürworte Cramers Bemühungen um zwei Standorte, sagt WG-Fraktionschef Torsten Schoeps: „Diese konkreten Bemühungen sollten natürlich auch dargelegt werden, was bisher noch nicht erfolgt ist.“ Das City-Projekt solle man nicht „tot reden“, und für den großen Bruder gelte: „Der Markt an der Wehlstraße ist für die unterversorgte Blumlage auf jeden Fall von Vorteil und ein Gewinn für die gesamte Stadt.“

Unabhängigen-Fraktionsvorsitzender Udo Hörstmann hält den Doppelstandorts-“Deal“ für allzu „durchsichtig“: „Wir sind der festen Überzeugung, dass der Supermarkt an der Wehlstraße sehr schädlich für die weitere Entwicklung in der Innenstadt ist.“

„Der Verbrauchermarkt an der Wehlstraße liegt eindeutig außerhalb der Grenzen der Altstadt und erfüllt damit nicht unsere für die Innenstadt gesetzten Ziele, die die Einrichtung eines Lebensmittelmarktes in der Altstadt vorsehen,“ betont CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers. Deshalb habe die CDU darauf gedrängt, dass sich Cramer verpflichten musste „zusätzlich einen Edeka-Lebensmittel-City-Markt in der Altstadt zu betreiben“. Gevers: „Dementsprechend kann allein das Ausbleiben der Eröffnung eines solchen City-Marktes oder das Fehlen eines geeigneten Nachweises, dass ein solcher City-Markt nachhaltig betrieben werden wird, hinreichender Grund sein, das Verfahren zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes nicht zu Ende zu führen.“

FDP-Ratsfraktionsvorsitzender Joachim Falkenhagen: „Die FDP-Fraktion hat sich gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausgesprochen, weil er unser Ziel, einen Lebensmittelmarkt in der Innenstadt zu etablieren, vereiteln wird. Der Cramer-Markt wird die wirtschaftliche Bedeutung der Innenstadt weiter schädigen, sich als weiteres Nebenzentrum darstellen und sich von anderen großen Märkten auf der Grünen Wiese lediglich durch die relative Nähe zur Innenstadt unterscheiden. Kommt kein City-Markt, kommt kein Cramer.“

Michael Ende