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Celle Stadt "Keine Angst, ich hau nicht drauf"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Keine Angst, ich hau nicht drauf"
19:14 07.12.2017
Von Jürgen Poestges
Selbstbewusst und witzig: Lisa Feller macht sich in ihrem neuen Programm „Der Nächste, bitte!“ auf die Suche nach einem Mann, am 17. Dezember in der CD-Kaserne. Quelle: Stephan Pick
Celle Stadt

Lisa Feller, als emanzipierter Mann wollte ich das Interview eigentlich einer Kollegin überlassen, weil das ein reines Frauen-Programm zu sein scheint. Wie können Sie die Celler Männer davon überzeugen, trotzdem in die CD-Kaserne zu kommen?

(lacht) Das bekomme ich öfter zu hören: Die Männer sind panisch und werden von ihren Frauen zu mir mitgeschleift. Aber niemand braucht Angst zu haben. Ich haue nicht drauf, denn ich suche ja einen Mann, ich mag ja Männer. Geht halt nicht ohne. Wer ein bisschen über sich selbst lachen kann, der hat Spaß.

Wie entstehen Ihre Programme?

Man hat halt so die ein oder andere Idee und testet auch schon einmal etwas Neues auf der Bühne, um zu schauen, wie es funktioniert. Irgendwann stelle ich dann fest, dass viele Ideen in eine bestimmte Richtung gehen. Ich berichte aus dem richtigen Leben. Dabei baue ich eigene Erfahrungen mit ein. Ich liebe es aber auch, anderen Menschen zuzuschauen. Letztlich aber ist das Programm mir schon sehr nah. Ich erzähle von mir.

Sie sind auch in einem Improvisations-Theater tätig. Hilft Ihnen das bei Ihren Solo-Auftritten?

Wir sind ein lustiges Theater, mit den schwereren Themen haben wir es nicht so sehr. Ich habe mich mal an einer ernsten Rollen versucht. Da hat mein Schauspiellehrer nur gesagt: „Lisa, das ging voll daneben. Aber wir haben sehr gelacht.“ Damals habe ich entschieden, als Comedienne aufzutreten. Am Anfang war es gar nicht so einfach, allein auf der Bühne zu stehen. Vor allen Dingen musst du ja immer alles so erzählen, als ob es dir gerade eingefallen ist, obwohl der Text ja steht. Das war am Anfang etwas holprig, aber mit der Zeit bekommt man es immer besser hin.

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt?

Ganz ehrlich: Nein. Aber Weihnachten kommt ja auch jedes Jahr früher. Blöd ist nur, dass Heiligabend dieses Mal auf einen Sonntag fällt. Denn sonst haben die Geschäfte ja immer bis 14 Uhr auf. Und ab 13 Uhr sind sie leer und man kann entspannt einkaufen.Ich gebe zu, da bin ich oft auf den letzten Drücker aktiv. Aber wenn man weiß, was man schenken will, dann ist das kein Problem. Und man sieht so einem Geschenk ja auch nicht an, ob es erst eine Stunde vorher eingepackt wurde.

Sie haben zwei Söhne. Haben die beiden denn schon die Verstecke der Geschenke entdeckt?

Ich sage jetzt mal ja, ich hoffe doch. Die beiden sind sechs und zehn Jahre alt, so richtig clever sind sie noch nicht. Außerdem packe ich alles schon ein, dann sehen sie nur das Paket. Vielleicht lachen sich die beiden aber auch kaputt, wenn sie dieses Interview zu lesen bekommen sollten.

Ist Weihnachten für Sie ein schönes Familienfest oder eher Stress?

Nein, ich bin in der glücklichen Lage, eine Familie zu haben, in der sich alle gut verstehen. Wir kommen zusammen und ich freue mich schon sehr darauf.

Haben Sie von Celle schon mehr gesehen als nur die Halle?

Ich war bestimmt schon acht oder neun Mal da. Und ich bin völlig begeistert von der tollen Innenstadt mit den vielen Fachwerkhäusern. Ich werde auch dieses Mal möglichst früh losfahren, damit ich noch Zeit zum Bummeln habe.

Was wollen Sie den Cellern vor Ihrem Besuch noch mit auf den Weg geben?

Wer eine Auszeit vom Weihnachtsstress braucht, der soll in die CD-Kaserne kommen und noch einmal richtig lachen.