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Celle Stadt Keine Fahrgastzahlen für die Planer: CeBus bremst Ausschuss aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Keine Fahrgastzahlen für die Planer: CeBus bremst Ausschuss aus
13:03 30.05.2018
Von Christian Link
Wie viele Fahrgäste befördert CeBus eigentlich so? Das Unternehmen nennt keine Zahlen. Quelle: Christian Link
Celle Stadt

Schon ganz gut, aber noch nicht gut genug – so bewertet der Verkehrsausschuss des Kreistags sinngemäß den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Celle. "Wir haben nach dem alten Nahverkehrsplan gar nicht mehr so viele Mängel", drückte es SPD-Kreisgeschäftsführer Maximilian Schmidt aus und forderte weitere Verbesserungen. Denn der Nahverkehrsplan (NVP), der den Rahmen für den Celler ÖPNV absteckt, wird nun für die Jahre 2019 bis 2025 fortgeschrieben. Den 185-seitigen Vorentwurf der Kreisverwaltung halten viele Kreistagsmitglieder aber für blutleer und ideenlos.

"Wir müssen mit dem Nahverkehrsplan eine Zukunft beschreiben, die besser wird", sagte Schmidt. Der vorliegende Verwaltungsentwurf sage "alles und nichts aus". Ein Beispiel dafür: "Der Landkreis setzt sich für eine maßvolle Entwicklung der Beförderungstarife ein", heißt es im NVP-Entwurf. Das ist Schmidt viel zu unkonkret. "Busfahren im Landkreis Celle wird günstiger", lautete sein Formulierungsvorschlag. Dazu dürfe man aber nicht allein den Rotstift ansetzen. Schmidt: "Wer guten ÖPNV auch im ländlichen Raum will, muss investieren. Und zwar mehr als die Entgelte einbringen."

"Der Plan beschreibt den Status Quo", sagte CDU-Kreistagsmitglied Hans-Georg Ratsch-Heitmann. Man müsse aber beispielsweise auch darüber nachdenken, wie man Celle jenseits der Bahn an andere Landkreise anbindet und den eventuellen Bedarf für Strecken ermitteln, die es noch nicht gibt. Ratsch-Heitmann: "Ich würde mir wünschen, dass uns ein Fachmann auch bezahlbare Träume vorschlägt."

"Uns fehlt eine ganze Portion Perspektive", kritisierte auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Annegret Pfützner den Vorentwurf. Sie vermisst eine Diskussion über Einsparpotenzialen – etwa durch kleinere Busse im Außenbereich – und Überlegungen zu einem 30-Minuten-Takt für wachsende Orte wie Lachendorf und Winsen. Der barrierefreie Ausbau der Haltestellen kommt ihr im NVP ebenfalls zu kurz.

Doch dem Planungsbüro Proziv, das den NVP für den Landkreis erstellt, fehlen für solche Zukunftsperspektiven nötige Daten und Fakten, die derzeit nur CeBus liefern kann. "Die Fahrgastzahlen sowie die Zahl der Ein- und Aussteiger sind uns weiterhin nicht bekannt", sagte Proziv-Chef Ralf Günzel. Dadurch sei es etwa unmöglich zu sagen, ob für manche Überlandstrecken auch kleinere Busse reichen würden. Günzel: "Wenn ich nicht weiß, wie viele Leute da ein- und aussteigen, habe ich keine Planungsgrundlage." Ähnlich verhält es sich beim barrierefreien Haltestellenausbau. "

"Immer wieder stockt die Diskussion über den Nahverkehr, weil Zahlen nicht vorhanden sind", ärgerte sich Ausschussmitglied Erhard Thölke. Und da war er nicht der einzige. Der SPD-Abgeordnete aus Hohne übte allerdings die deutlichste Kritik an CeBus. "Das Unternehmen hat eine Haltung an den Tag gelegt, die mich als gelernten Kaufmann sehr zum Nachdenken bewegt hat", sagte Thölke und forderte deswegen ein externes Verkehrsgutachten: "Da müssen jetzt Dritte diese Zahlen erheben."

Solche Zahlen sind auch bei der Schülerbeförderung wichtig, über die die Kreistagsfraktionen gut eineinhalb Jahre lang in einem Arbeitskreis diskutierten, der extra dafür eingerichtet wurde. Ohne Ergebnis. Kürzlich erklärte die SPD-Fraktion ihren Austritt aus der "untätigen Arbeitsgruppe", die seitdem als aufgelöst gilt. Die ehemaligen AG-Mitglieder sehen den Grund für das Scheitern vor allem beim Nahverkehrsunternehmen, der keine Zahlen lieferte.

"Worüber haben sie denn anderthalb Jahre in der AG gesprochen, wenn Sie keine Zahlen hatten", wunderte sich CDU-Fraktionsvize Ernst-Ingolf Angermann. Zum Beispiel über drei SPD-Verbesserungsvorschläge zur Schülerbeförderung, die im NVP-Vorentwurf trotzdem nicht zu finden sind. Durch einen Änderungsantrag wollten die Sozialdemokraten das jetzt korrigieren, doch dagegen regte sich Widerstand bei der CDU. "Uns fehlen Zahlen", betonte CDU-Vertreter Ratsch-Heitmann abermals. Denn wenn das Geld nicht reicht, müsse man Prioritäten setzen. Und das sei ohne Kostenschätzung nicht möglich.

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