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Celle Stadt Keine größere Gesamtschule in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Keine größere Gesamtschule in Celle
22:17 25.07.2014
Von Gunther Meinrenken
Foto Schulzentrum Burgstra e Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Die Gesamtschule in Celle wird mit fünf Zügen starten. Daran hat jetzt auch die SPD im Kreistag nichts ändern können. Sie wollte in letzter Minute noch einen sechsten Zug eingerichtet wissen – der Landkreis wies dies zurück.

Etwas mehr als 60 Schüler waren per Losentscheid Ende Juni von der IGS, die im Schulzentrum Burgstraße untergebracht wird, abgelehnt worden. "Die neue Schule ist so attraktiv, dass bei den vielen Anmeldungen eben auch viele Kinder abgelehnt werden mussten. Für uns ist das der klare Beleg für unsere langjährige Forderung: Wir brauchen eine zweite Gesamtschule im Landkreis", so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Maximilian Schmidt.

In einem Eilantrag hatte die SPD gefordert, die Kapazität der Gesamtschule um einen Zug zu erhöhen, wenn es die Raumsituation im Schulzentrum Burgstraße zuließe. Doch genau das sei nach Ansicht des Landkreises nicht der Fall.

Demnach habe man in der Kreisverwaltung die Zügigkeit des Gymnasiums Ernestinum, das auch im Schulzentrum Burgstraße untergebracht ist, und der Gesamtschule festlegen müssen. Platz für eine größere Gesamtschule wäre nur gewesen, wenn es nicht genügend Anmeldungen für das Ernestinum gegeben hätte. Doch das ist nicht der Fall: "Nach den Anmeldezahlen für das Schuljahr 2014/15 werden am Ernestinum im 5. Jahrgang 97 Schüler in vier Klassen unterrichtet. Dies hat zur Folge, dass das Gymnasium keinen geringeren Raumbedarf hat und aus raumwirtschaftlicher Sicht die Errichtung einer weiteren Gesamtschulklasse nicht möglich ist. Raumreserven sind nicht vorhanden", so Kreisrat Michael Cordioli.

Die SPD wollte mit dem Antrag auch einen klaren Schlussstrich unter die ungeschickte Aktion ihres Celler Parteivorsitzenden Christoph Engelen ziehen. Dessen Sohn hatte beim Losverfahren keinen Platz auf der Gesamtschule bekommen. Engelen, der im Kreistag noch selbst für eine Fünfzügigkeit der Gesamtschule gestimmt hatte, hatte daraufhin öffentlich bekundet, gegen das Losverfahren und die Zügigkeit der IGS klagen zu wollen. Bei der SPD erntete er deswegen deutliche Kritik. "Mit unserem Antrag wollten wir die Debatte um die Zügigkeit der Gesamtschule wieder auf einen parlamentarisch sauberen Weg führen", so Schmidt.