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Celle Stadt Keltics schwelgen in Erinnerungen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Keltics schwelgen in Erinnerungen
10:43 06.01.2014
Von Jürgen Poestges
Mitreißende Show: Die "Keltics" bringen anlässlich ihres 20. Geburtstages die CD-Kaserne zum Kochen. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

In Feierlaune sollte man sein und viel Zeit mitbringen, wenn man ein Konzert der „Keltics“ besucht. Zumal, wenn die siebenköpfige Formation um Frontmann Thys Bouma auch noch ein Jubiläum feiert. Wie am Sonnabend in der CD-Kaserne. Da hatten die „Keltics“ zu ihrem 20. Geburtstag geladen – und die Halle 10 war restlos ausverkauft.

Kai Thomsen, Geschäftsführer der CD-Kaserne, hatte die Musiker mit einem Ständchen und einer Geburtstagstorte auf der Bühne empfangen. Und danach startete der Musik-Marathon mit dem Stück: „Here we go again“ – Da sind wir wieder, frei übersetzt.

Die Formation nahm ihre Fans mit durch die 20-jährige Geschichte. Dazu hatte Bouma alle Weggefährten eingeladen. Allen voran Ronnie Bromhead, der Schotte hatte mit seinem Dudelsack die Musik der „Keltics“ geprägt. Sein Dudelsack-Duett mit dem aktuellen Mitglied Mick Loos war einer der Höhepunkte: Selten hat man das traditionelle „Amazing Grace“ eindrucksvoller gehört.

So ging es also durch die „Keltics“-Geschichte, dabei arbeitete die Band die Rangliste ihrer Songs ab. Denn im Vorfeld konnten die Fans im Internet über ihre Lieblingssongs abstimmen. Vor der Pause durfte das Publikum in Erinnerungen schwelgen. Ab 22.30 Uhr stand dann die aktuelle Formation auf der Bühne. Und verließ sie erst gegen 1 Uhr morgens wieder.

Dazwischen erklangen Songs der aktuellen CD wie „Rebel Blood“. Aber auch an „AC/DC“ („Long way to the top“) oder „Black Sabbath“ („Paranoid“) trauten sich die Musiker heran. Und beweisen ein ums andere Mal ihre Nähe zu den Fans. Die Bühne hatte einen kleinen Catwalk, auf dem Musiker einer nach dem anderen regelrecht in die Massen eintauchen konnten.

Die machten aber auch rege mit. Bei „Loch Lomond“ verwandelte sich die Halle in einen stimmgewaltigen gemischten Chor. Beeindruckend waren einige Instrumentalstücke, beeindruckend war aber auch das Durchhaltevermögen von Sänger Bouma – er wirbelte wie ein Irrwisch in seinem Kilt über die Bühne, blieb dabei immer bei Stimme. Respekt!

„500 Miles“, im Original von den „Proclaimers“ war im übrigen die Nummer eins in der Hitparade der Fans. Und das wurde ebenso gespielt wie „Streets of London“ oder „Captain Piff“, „Johnnie Cope“ und „Mull of Kintyre“.

Einziges Manko: Die Mandoline von Matthias Menke ging ebenso wie die Gitarre von Daniel Stratmann auf dem Weg vom Mischpult zu den Boxen verloren – schade. Das tat aber unter dem Strich einem gelungenen Abend keinen Abbruch. Und Thys Bouma versprach den Fans zum 25. Geburtstag die nächste große Party.