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Celle Stadt Kinder aus Celle sind Stars in der Manege
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kinder aus Celle sind Stars in der Manege
18:26 26.04.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Der vierjährige Lasse ist gespannt: Gleich wird sich der bordeauxrote Samtvorhang teilen, und seine Schwester in die Manege treten. „Wir sind schon ziemlich aufgeregt“, gesteht Mama Anja Mueller. „Klara durfte uns vorher nämlich nicht verraten, was sie hier zeigen wird.“ Eine Woche lang haben die 180 Schüler der Katholischen Grundschule mit den Artisten des Mitmach-Zirkus „Laluna“ für ihren großen Auftritt geübt – jetzt hebt sich im Französischen Garten der Vorhang zur Premiere.

„Wir durften heute morgen schon bei der Generalprobe dabei sein, und haben anschließend mit offenem Mund dagestanden“, erzählt Lehrer Jacob Weber. „Ich freue mich riesig darauf, was nun passiert.“ Dann erlischt das Licht im voll besetzten Zirkuszelt, und Zirkusdirektor Mike Rosenbach betritt die Manege. An der Hand hält er Charlotte (9), die als das Mädchen Luna alle anwesenden Eltern, Großeltern und Geschwister auf eine gut zweistündige Reise nach Fantastasien mitnehmen will. Und siehe da: Plötzlich senkt sich ein überdimensionaler Mond vom Himmel, auf dem Luna sanft ins Traumland entschwebt.

Akrobaten, Trapezkünstler, Drahtseilartisten, Fakire, Zauberer, Clowns und Jongleure – es reiht sich Auftritt an Auftritt. „Höher!“, ruft Luise, die mit fünf ihrer Mitschülerinnen gerade wahre Kunststücke auf dem Drahtseil vollführt. Das Artistenteam des Projekt-Zirkus „Laluna“ tut ihr den Gefallen und streift ihr zwei Hula-Hoop-Reifen über – aus deren Mitte Luise hochspringt und dann geschickt wieder auf dem Drahtseil landet. „Das hat richtig Spaß gemacht“, freut sich die Zehnjährige hinterher, „am Anfang ging das Balancieren aber schon ein bisschen schwer.“ Schwergefallen sei es ihr auch, die Details der Aufführung vor ihren Eltern geheim zu halten, sagt sie und grinst verschmitzt. „Am liebsten hätte ich alles verraten.“

Besonders gut kommen auch die Zauberkünstler an, allen voran Tyler (9), der sich, in eine kleine schwarze Kiste gezwängt, von Eisenstäben „durchbohren“ lässt – und anschließend vollkommen unversehrt wieder herausklettert. „Angst? Nee, die hab ich nicht gehabt“, erklärt er nach seinem Auftritt. „Wir haben das ja auch oft genug vorher geübt.“ Was die Schüler hier auf die Beine gestellt hätten, sei Wahnsinn, sagt Weber. „Und alle Kinder finden dabei ihren Platz, auch die, die vielleicht nicht ganz so sportlich sind.“

Als dann die Fakire die Manege betreten, gerät das Publikum vollends aus dem Häuschen: Da wird über Glasscherben marschiert, mit brennenden Fackeln hantiert und sogar Feuer gespuckt. „Das war schon spannend“, sagt die neunjährige Emilie, „aber es hat überhaupt nicht wehgetan.“

Endlich ist auch Lasses Schwester mit ihrem Auftritt an der Reihe. „Klara“, ruft er begeistert, und winkt der Neunjährigen zu, die sich gerade gekonnt auf das Trapez schwingt. Mama Anja Mueller zückt derweil das Handy, und strahlt dabei über das ganze Gesicht. „Bevor der Vorhang aufgegangen ist, war ich schon ein bisschen aufgeregt, aber dann war alles okay“, verrät Klara – und man kann ihr die Freude darüber, dass ihr so schwierige Kunststücke wie die Wippe auf dem Trapez gelungen sind, immer noch ansehen. „Bombastisch“, so das Fazit ihrer Mutter nach dem Ende der Vorstellung, „was die Kinder hier gezeigt haben – ich bin sprachlos.“

Nach der letzten Vorstellung am morgigen Samstag werden sich alle Kinder und Eltern noch einmal sehen. Denn mit deren tatkräftiger Unterstützung bauen die Zirkusmitarbeiter das Zelt wieder ab.

Von Christina Matthies

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