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Celle Stadt Kinderschutzbund: Spenden eingebrochen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kinderschutzbund: Spenden eingebrochen
16:06 06.09.2013
Von Gunther Meinrenken
Daniel Poswita und ihr zweieinhalbjähriger Enkel Jaydin schauen sich in der Kleiderbörse des Kinderschutzbundes um.
Celle Stadt

Kleiderbörse, Eltern-Kind-Gruppe, Kidstreff, Familienberatung, begleiteter Umgang – das ist ein Ausschnitt aus den zahlreichen Tätigkeiten und Aufgaben des Kinderschutzbundes, dessen Mitarbeiter darüber hinaus in zahlreichen Gremien vertreten sind und die sich außerdem für die Belange von Kindern einsetzen. In den vergangenen Jahren ist das Angebot immer weiter ausgebaut worden. Jetzt muss man in der Neustadt 77 auf die Bremse treten. Durch den Einbruch beim Spendenaufkommen sah sich der Verein gezwungen, Kürzungen vorzunehmen.

„Unser Etat beläuft sich auf etwa 120.000 Euro im Jahr. 50 Prozent davon übernimmt die Stadt für Miete und etwa das Gehalt der Geschäftsführung, eine 30-Stunden-Stelle. Den Rest müssen wir durch Mitgliedsbeiträge, die Kleiderbörse und verhängte Geldbußen von Gerichten und eben Spenden decken“, legte 2. Vorsitzender Bernd Menzel dar. Um die 25.000 Euro aufs Jahr gerechnet würden dem Kinderschutzbund im Durchschnitt gespendet. Doch dieses Jahr habe es einen unvorhersehbaren Rückgang gegeben.

Zur Jahresmitte habe man bisher lediglich etwa 6000 Euro der zu erwartenden 12.500 Euro an Spenden erhalten, so Menzel. „Wir haben bereits die Gerichte eingeladen. Dabei haben wir deutlich gemacht, dass uns auch Zuwendungen von Bußgeldern in Höhe von 50 Euro weiterhelfen. Seitdem sind die Einnahmen aus diesem Bereich wieder angelaufen“, teilte die Geschäftsführerin des Celler Kinderschutzbundes, Silvia Seibel, mit.

Dennoch hat der Verein reagiert. In einem ersten Schritt wurden die Öffnungszeiten eingeschränkt. So hat der Kinderschutzbund jetzt Montag, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, geöffnet, Freitag ist geschlossen.

Weitere Kürzungen gab es beim Personal. Neben den 27 ehrenamtlichen Kräften, die die Arbeit des Kinderschutzbundes unterstützen gibt es auch noch Angestellte. Die zweite Kraft in der Vorkindergartengruppe wurde gekündigt. Von zwei Erzieherinnen wurde eine auf eine geringere Beschäftigung zurückgestuft. In der Verwaltung ist die Arbeitszeit von einer Mitarbeiterin von 20 auf 6 Stunden reduziert worden.

Daraus ergeben sich leichte Einschränkungen im Angebot. „Die Eltern-Kind-Gruppe findet nach wie vor statt, allerdings wird sie nicht mehr pädagogisch betreut“, erklärte Seibel, die betonte, dass man nichts streichen musste. „Wir möchten unsere Arbeit aufrecht erhalten“, betonte sie.

Der Kinderschutzbund bittet um Unterstützung der Arbeit durch steuerlich absetzbare Spenden auf das Konto 63279 bei der Sparkasse Celle, Bankleitzahl 25750001. Für Auskünfte steht Silvia Seibel unter ☏ (05141) 46066 zur Verfügung.