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Celle Stadt Kita-Streik am Mittwoch in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kita-Streik am Mittwoch in Celle
13:54 14.03.2015
Verdi packt die Kampfente aus. Am Mittwoch gibt es einen ersten Warnstreik der Mitglieder in kommunalen Kindertageseinrichtungen in Celle. Quelle: Daniel Bockwoldt
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„Wir werden unsere Mitglieder zu einer Kundgebung in Lüneburg aufrufen und sind derzeit in der Abstimmung”, sagt Henning Tech, stellvertretender Bezirksvorsitzender von Verdi im Bezirk Lüneburger Heide. Klar ist für ihn aber bereits jetzt, dass es zu Einschränkungen im Kita-Betrieb in Stadt und Landkreis kommen wird. Sicher ist, dass die Einrichtung in der Fuhsestraße in Celle weitgehend geschlossen bleibt. Es werde aber eine Notgruppe eingerichtet. Außerdem haben laut Tech weitere Verdi-Mitglieder unter anderem aus Bergen bekundet, dass sie mitfahren möchten. „Ob es zu weiteren Schließungen kommt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Wir wollen die Eltern in dieser ersten Runde aber noch nicht allzu stark belasten”, so Tech.

Er kündigte jedoch an, dass es nicht bei diesem einen Tag Streik bleiben werde, wenn die kommunalen Arbeitgeber keine Angebote machen. „Wir können uns weitere Aktionen vorstellen, wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen”, sagte Tech. Er schloss auch einen unbefristeten Streik nicht aus, sofern die Mitglieder mitziehen würden.

Die Gewerkschaft fordert eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten in den Kindertagesstätten. „Letztlich geht es darum, den Beruf attraktiv zu halten, so dass es auch genügend Nachwuchs gibt”, sagt Tech.

Die Demonstration der Erzieherinnen findet in Lüneburg statt, weil der dortige Oberbürgermeister Ulrich Mägde bei den Tarifverhandlungen für die deutschlandweite Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände mit am Tisch sitzt und die Gewerkschaft Druck machen will. Der allerdings reagierte mit „völligem Unverständnis” auf die Streikankündigung. Die Forderungen der Gewerkschaften speziell für den Sozial- und Erziehungsdienst seien überzogen. Die Gewerkschaften forderten für Sozialarbeiter und Erzieher deutlich höhere Eingruppierungen, zum Teil um bis zu sieben Entgeltgruppen mehr. „Das wären dann Gehaltszuwächse von teilweise über 20 Prozent“, sagte Mädge. Zudem gerate das Gehaltsgefüge durcheinander.

Von Tore Harmening