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Celle Stadt Klangmalerische Darbietung voller Erzählstränge im Celler Gajah
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klangmalerische Darbietung voller Erzählstränge im Celler Gajah
11:19 23.04.2018
„Yogendra“ (rechts) und Ashis Paul spielten im Celler Gajah ein klassisch-indisches Konzert. Quelle: David Borghoff
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Die beiden Interpreten, „Yogendra“ an der Sitar (das klassisch-indische Saitenintrument) und Ashis Paul an der Tabla (zwei handlich-verbundene Trommeln), nahmen die Zuhörer in heimeliger Runde mit auf eine exotische und meditative musikalische Reise – eine klangmalerische Darbietung voller fremdartiger Erzählstränge, Dialoge und Gefühlsregungen. Die pure Aufteilung zwischen (sehr interpretativer) Melodie und (sehr einnehmendem) Rhythmus drängt im Laufe der Zeit in eine fast tranceartige Zuhörweise, lässt Gedanken freien Raum oder hilft, einfach mal abzuschalten. Im Publikum hatten Viele die Augen geschlossen. Christine Leick (52) aus Großburgwedel formulierte ihr Empfinden so: „Es ist wie eine musikalische Wolke, die sich verdichtet und einen schließlich trägt. Man muss sich darauf einlassen, dann wird der Rhythmus unwiderstehlich, verlockt einen, ihm zu folgen, nachzugeben und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Eine merkwürdige Mischung zwischen mitreißend und entspannend“.

Der Deutsche „Yogendra“ Jens Eckert konnte den Zuhörern viel über die Geschichte und Kultur, die „Magie indischer Ragas“ erzählen: „Raga ist der legendenumwobene Kern der klassischen indischen Musiktradition. Es gibt eine Vielzahl überlieferter Regeln die in kunstvoller Improvisation immer wieder neu zusammengesetzt und ausgefüllte werden. Jedes Raga ist mit einer bestimmten Tages- oder Jahreszeit und Stimmung verbunden. Zur rechten Zeit am rechten Ort gespielt werden den Ragas starke harmonisierende, ja sogar magische Kräfte nachgesagt. Früher gehörten sie zur höfischen Unterhaltung, später zierten sie die großbürgerlichen Soiree. Heute ist die Raga-Musik vor allem eine konzertante Kunstform.“

Für diese unverwechselbare hypnotische Atmosphäre sorgt wesentlich auch der Beitrag des Tablavirtuosen Ashis Paul. Der in Kalkutta geborene Meisterschüler von Anindo Chatterjee, einem der bedeutendsten Tablameister der letzten Jahrzehnte, hat bereits mit zahlreichen indischen Top-Musikern auf weltweiten Tourneen gespielt und wird für seine einfühlsame rhythmische Begleitkunst ebenso geschätzt wie für die atemberaubende Fingerfertigkeit seiner Solos.

Von Doris Hennies

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