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Celle Stadt Klassikherbst mit QuattroChelli und Chellistin Corinna Eikmei im Celler Beckmannsaal
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klassikherbst mit QuattroChelli und Chellistin Corinna Eikmei im Celler Beckmannsaal
13:52 20.09.2016
Celle

„Quattrocelli“, das sind vier Cellisten - Lukas Dreyer, Matthias Trück, Tim Ströble und Hartwig Christ - die ihren Weg unprätentiös in allen musikalischen Genren suchen und daraus seit 1997 ihr ganz eigenes Programm machen. Die Herren beherrschen nicht nur ihr Instrument bravourös, sondern haben auch einen guten Schuss komödiantisches Talent mit einzubringen. So wurde auch das Celler Konzert zur kleinen Bühnenshow – für Sehbehinderte wurde die Mimik auch mal „übersetzt“.

Besonderer Gast und eine sehr bewegende Ergänzung zum „Herrenprogramm“ war Corinna Eikmeier, selbst blind und unter anderem Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Hannover. Ihre Komposition von „Wassermusik“ – vom zögerlichen Tropfen und Plätschern zum Anschwellen, Wirbeln, Aufbrausen und dann zum elementaren Inferno, schließlich abschwellend in ruhigere Bahnen gelenkt und in den „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns mündend – wurde zum Highlight.

Mit großen Melodien, Themen und Komponisten ging es weiter: Skyfall (James Bond), Fluch der Karibik, der Dritte Mann … und weniger Bekanntes, hielt die Zuhörer geschlossen in Bann. Der Rhythmus, die eigene, offensichtliche und heraushörbare Begeisterung am Musizieren sowie diese ungewöhnliche instrumentale Besetzung waren einfach mitreißend und vereinten tatsächlich das sehende und sehbehinderte Publikum in Beifall spendender Harmonie.

Von Doris Hennies