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Celle Stadt Kleines Hochlandrind tapst durch Hutewald bei Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kleines Hochlandrind tapst durch Hutewald bei Celle
13:20 07.07.2017
Neugierig blickt das Kalb in den Hutewald. Das Jungtier und seine älteren Artgenossen sollen helfen, die invasive Traubenkirsche zurückzudrängen. Quelle: Niedersächsische Landesforsten
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Die Rinderherde von Züchter Heiner Hoppenstedt hat die Aufgabe, den mächtigen alten Hutewaldeichen zu helfen, die durch die invasive Traubenkirsche stark bedrängt werden. So soll eine Landschaft entstehen, die man im Mittelalter häufig antreffen konnte und von der die alten Eichen noch heute zeugen. Das in den Wald getriebene Vieh fraß nicht nur Eicheln und Bucheckern, sondern wie heute die Traubenkirschen auch junge Bäumchen. So hielt das Vieh den Wald licht und offen und parkähnliche Landschaften entstanden. An Holznutzung war dann meist nicht mehr zu denken. Doch im Neustädter Holz steht heute auf der ca. vier Hektar großen Fläche der Naturschutz im Vordergrund. Nur auf diese Weise kann es gelingen, die offene Landschaft zu erhalten, auf der sich viele, zum Teil seltene Insektenarten, Fledermäuse und Vögel tummeln können. Hutewald-Projekte gibt es mittlerweile an sieben Orten in den Niedersächsischen Landesforsten, meist mit Unterstützung der Naturschutzbehörden, wie auch hier in Celle. Naturschutz-Förster Roman Spenner vom Forstamt Fuhrberg betreut die Fläche. Er bittet die Waldbesucher um Rücksichtnahme: „Insbesondere jetzt, wo sich Nachwuchs eingestellt hat, sollte den Tieren mit einem gewissen Respekt begegnet werden. Daher sollte die Fläche bitte bis auf weiteres nicht durchquert werden.“ Im Spätsommer will er eine öffentliche Führung anbieten, um den Waldbesuchern weitere Informationen zu dieser Fläche zu geben.

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