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Celle Stadt Klimafonds: Stadt legt Förderprojekte fest
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klimafonds: Stadt legt Förderprojekte fest
10:53 25.11.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Wer in Celle in Zukunft Erdwärme nutzen will oder Photovoltaik-Anlagen installieren möchte, wird dafür aller Voraussicht nach einen weiteren Fördertopf anzapfen können. 35000 Euro will die Stadt jährlich für die Förderung von Projekten zur Verfügung stellen. Jetzt hat die Stadt eine Richtlinie ausgearbeitet, in der festgelegt wird, welche Vorhaben gefördert werden sollen. Im jüngsten Umweltausschuss am Dienstag verwiesen die Mitglieder das Thema in den Verwaltungsausschuss, weil ihnen die Richtlinie erst in der Sitzung zugegangen war und daher keine Zeit mehr blieb, die Ausarbeitung in den Fraktionen zu besprechen.

Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung sollen Maßnahmen zur Einführung und Nutzung regenerativer Energien, innovativer Technologien zur rationellen Energienutzung, zur Einsparung von Energie sowie Maßnahmen, die einen Demonstrationscharakter besitzen und sonstige klimaschutzfördernden Maßnahmen förderfähig sein. Zuschussberechtigte sind Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechts, eingetragene Vereine und natürliche und juristische Personen.

Konkrete Förderhöhen hat die Stadt etwa schon festgelegt für solarthermische Anlagen. Je nach Kollektortyp sollen 400 Euro bei Flachkollektoren oder 500 Euro bei Röhrenkollektoren fließen. Bei Photovoltaik-Anlagen beträgt die Förderung 200 Euro je kWp. Pauschal mit 500 Euro werden Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen bezuschusst. Anlagen für Erdwärme erhalten eine Maximalförderung von 2000 Euro.

Georgia Langhans (Grüne) bemängelte, dass der Aspekt der Energieeinsparung in den Richtlinien zu kurz komme. Sie wünschte sich dazu dezidiertere Ausführungen seitens der Verwaltung. Zudem kritisierte Langhans, dass der Straßenverkehr überhaupt nicht in der Ausarbeitung berücksichtigt worden sei. Heiko Gevers, CDU-Fraktions- sowie Ausschussvorsitzender, befand Langhans‘ Einwand als richtig. Dennoch: „Wie will man daraus eine Förderrichtlinie machen, wenn auch noch der Verkehr aufgenommen werden soll“, bemerkte er.