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Celle Stadt Klimaschutzfonds: Mehr Geld für Familien
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Klimaschutzfonds: Mehr Geld für Familien
17:18 26.03.2012
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Vor einigen Wochen hatte sich angedeutet, dass die bisherige Förderpraxis für die hohen Summen, mit denen der Klimaschutzfonds künftig ausgestattet sein wird, nicht mehr passt. Die SVO wird nämlich aus der lokalen Klimaschutzgesellschaft jedes Jahr 420.000 Euro an die Stadt überweisen. Mit allen Nachzahlungen macht das für 2012 980.000 Euro. Plus den 35.000 Euro, die die Stadt jedes Jahr für den Fonds zur Verfügung stellt, kommt die oben genannte Summe von über eine Million Euro zusammen.

Drei Schwerpunkte will man in der Celler Politik und im Neuen Rathaus setzen: Energieeinsparung, Familien und Innovationsbereitschaft. „Wir wollen damit deutliche Akzente in der Familien- und der Energiepolitik setzen“, erklärte Klimaschutzbeauftragter Ulrich Kaiser.

Besonders die Grünen hatten schon bei der Einrichtung des Klimaschutzfonds gefordert, dass man auch Maßnahmen zur Energieeinsparung unterstützen müsse. Das wird nun geschehen. Wand- und Dachdämmung, neue Türen, neue Fenster oder etwa die Isolierung der Kellergeschossdecke – mit 20 Prozent, maximal 5000 Euro können solche Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz oder der Energieeinsparung von der Stadt bezuschusst werden.

„Voraussetzung dafür ist, dass es ein schlüssiges Konzept gibt und dargelegt wird, wie hoch die Einsparung sein wird“, so Kaiser. Nur jemandem eine neue Tür bezahlen, wenn das restliche Haus der reinste Energieschlucker ist, wolle man im Neuen Rathaus auch nicht.

Zusätzliche 6000 Euro können junge Familien einstreichen, wenn sie ihre Einfamilienhaus energetisch sanieren wollen. „Ausschlaggebend für den Förderbetrag ist die Kinderzahl und das Projekt gleichermaßen“, erklärte Kaiser.

Gerade vor dem Hintergrund der Förderung von Elektromobilität will die Stadt die Innovationsbereitschaft der Celler heraus kitzeln. Gefördert werden sollen künftig auch Vorhaben, die einen Demonstrationscharakter besitzen und die Markteinführung neuer Technologien unterstützen. Kaiser nennt ein Beispiel: „Wenn sich etwa Senioren in einem bestimmten Gebiet dazu entschließen, mit Hilfe eines Elektroautos Carsharing zu betreiben, was einen Beitrag zur Steigerung der Elektromobilität darstellen würde, wäre das durchaus förderfähig", so der Klimaschutzbeauftragte. Zumindest, so lange man als erstes ein solches Projekt angeht. Doch das ist genau das Ziel: „Wir wollen damit auch einen Wettbewerb der Ideen unter den Cellern befördern", meinte Kaiser.