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Celle Stadt Kochbuch prägt Leben des Landstallmeisters
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kochbuch prägt Leben des Landstallmeisters
12:54 16.11.2018
Von Dagny Siebke
Das Buch seines Lebens ist für Axel Brockmann ein Kochbuch. Eigentlich bestimmen Pferde sein Leben, daher lud der Chef des Celler Landgstüts auch in die Sattelkammer des Gestüts zum VHS-Talk ein. Quelle: Birgit Stephani
Celle

So sehr sich Axel Brockmann auch bemüht, letztlich enden seine Erzählungen doch immer wieder bei den Pferden. Das verwundert nicht wirklich, immerhin ist er nicht nur Chef des Niedersächsischen Landgestüts in Celle, sondern wohnt sogar mit seiner Familie auf dem Gelände zwischen Spörcken- und Jägerstraße. Tiere und besonders Pferde haben sein Leben von jeher geprägt und schon früh war für ihn klar, dass er beruflich in der Landwirtschaft Fuß fassen will.

Dinge, die man bislang noch nicht von Brockmann wusste, verriet er im Rahmen des VHS-Talks "Buch meines Lebens" in höchst exklusiver Runde, bei der schon der Ort ein ganz besonderer war. In der Sattelkammer über dem Grabenseestall bewahrt das Landgestüt Geschirre, Trensen und alles, was man für Paraden benötigt, auf. Gleich nebenan befindet sich die eigene Sattlerei, in der alles in Schuss gehalten wird. Nur selten dürfen Besucher an diesen Ort, auch bei offiziellen Führungen gelangt man nie dorthin. Doch dieser Ort schien Brockmann wie gemacht für die Talkrunde, an der rund 35 Personen teilnahmen. Mehr wären auch nicht möglich gewesen, denn in der Sattelkammer herrscht gemütliche Enge.

Landstallmeister verbindet in der Küche Tradition mit Moderne

Das Buch seines Lebens ist, und das verwundert zunächst, ist für Brockmann ein Kochbuch, genauer gesagt "Das blaue Kochbuch – Elektrisches Kochen". Schon bei seiner Großmutter stand es neben den Gewürzen, seine Mutter hatte es in der Küche und bei Brockmann selbst hat es neben der Mikrowelle seinen Platz gefunden. Damit verbindet Brockmann in der Küche wie im Landgestüt auch Tradition mit Moderne.

An seinem Arbeitsplatz ist er für das Tafelsilber des Landes verantwortlich, wie einst die Hannoveranerzucht einmal bezeichnet wurde, und muss dabei zwar auch mit der Zeit gehen, gleichzeitig aber auch Sorge dafür tragen, dass die Pferderasse mit all ihren Qualitäten erhalten bleibt. In der heimischen Küche ist längst die Moderne eingezogen. "Gekocht wird mit iPad und Co.", verrät Brockmann. Und doch, das "Buch seines Lebens" hat immer einen Platz in seinem Leben. "Manchmal wird sogar noch reingeguckt", gesteht der Chef der Hannoveranerzucht, der als gebürtiger Burgdorfer längst in Celle angekommen ist und hier auch nicht mehr weg möchte.

Von Birgit Stephani

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