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Celle Stadt Kochplatte gegen Indianer-Figur
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kochplatte gegen Indianer-Figur
19:08 26.12.2011
Von Simon Ziegler
Geschenketauschbˆrse Weihnachtsmarkt. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Eine Clueso-CD, ein blauer Pullover oder eine Beauty-Tasche mit Lotion und Duschgel: Auf der Geschenke-Tauschbörse vor dem Celler Schloss wurde gestern allerhand angeboten, was auf dem Gabentisch unter dem Weihnachtsbaum keinen Gefallen gefunden hatte. Petra Hiller bekam für eine Plastik-Indianer-Figur (hat ihr ein Nachbar geschenkt) ein Induktionskochfeld. „Das hat gut geklappt. Ich bin sehr zufrieden. Ich wollte mir das Spektakel hier nicht entgehen lassen“, sagte die Frau aus Hannover. Ebenfalls zufrieden war Sabine Birr. Sie hatte einen Pfeffer-Salz-Streuer für Tochter Jessika erstanden. Dafür ist jetzt ein anderer Besitzer des Lehrbuchs über Ergotherapie, mit dem die Tochter als angehende Krankenschwester nichts anfangen konnte.

Die Geschenke-Tauschbörse ist inzwischen eine Celler Tradition, zum neunten Mal wurde gestern getauscht. Die Regeln sind denkbar einfach: Unliebsame Weihnachtsgeschenke werden an der Bühne abgegeben, Moderator und Weihnachtsmann helfen beim Geschenketausch. Vertreten waren dieses Mal unter anderem Socken, Haushaltsgeräte, digitale Bilderrahmen, Bücher und alkoholische Getränke.

Trotz Nieselregen kamen rund 250 Besucher, schätzte Manfred Brase von der Tourismus und Stadtmarketing Celle GmbH. „Es ist sehr gut gelaufen, alles wurde an den Mann und die Frau gebracht.“ Allerdings wurde auch das ein oder andere Stück verschenkt, für das sich partout kein Interessent finden wollte, obwohl sich Moderator Carsten Becker alle Mühe gab. „Es ist einfach lustig. Man bekommt die Leute zum Lachen“, sagte Becker, bevor er einen weiteren Tausch perfekt machte.

Am Rande der Börse stand eine fast 80-jährige Dame, die am liebsten auch ein Geschenk angeboten hätte. Ging aber nicht. „Mir hat jemand ein Handy geschenkt. Ich will aber nicht immer erreichbar sein“, sagte die Frau. Dass sie das Telefon dennoch zu Hause ließ, hatte seinen Grund. „Ich will der Schenkerin nicht auf den Schlips treten.“