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Celle Stadt Kochstudio im Schlosstheater Celle: Melange aus Poesie und Sachlichkeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kochstudio im Schlosstheater Celle: Melange aus Poesie und Sachlichkeit
01:30 17.02.2018
Der Malersaal des Celler Schlosses war am Donnerstag Schauplatz für den Talk „Winterreisen im Flachland – Ein Kochstudio mit Schnee“. Holger Gralher von der Kreisstraßenmeisterei Celle nahm auf dem schwarzen Sofa Platz. Quelle: Oliver Knoblich
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„Eine kleine Sehnsucht braucht jeder zum Glücklichsein“, singt Ensemble-Mitglied Natascha Heimes ein Lied von Friedrich Hollaender, ihr Kollege Niklas Hugendick begleitet an der Gitarre. Und im nächsten Moment erläutert der Gast des Abends, Holger Gralher, wie die Kreisstraßenmeisterei Celle die Straßen bei Eis und Glätte verkehrssicher macht. „Die Leute rufen mich nicht an, wenn sie glücklich, sondern wenn sie aufgebracht sind“, gibt der Leiter der Fachabteilung Einblick in seinen nicht immer einfachen Arbeitsalltag.

Er unterhält und informiert im Gespräch mit Moderatorin Andrea Hoffmann gleichermaßen und bringt Begriffe der Verkehrssicherheit zu Gehör, die für manchen der rund 50 Besucher neu sind, und das Moderatorenteam auf die Idee kommen ließen, ein kleines Spiel daraus zu kreieren. Als Darsteller des aktuellen Theaterstücks „Drei Männer im Schnee“ ist Heimes und Hugendick die weiße Pracht vertraut, aber „Schneebruch“, „negativer Streueinsatz“ oder „Glättemeldung“ pantomimisch auszudrücken, fordert die beiden Mimen dann doch heraus, zahlt sich allerdings aus, denn es wird mit Lachern nicht gespart.

Angesichts des hohen Schwierigkeitsgrades haben sich alle Teilnehmer eine Belohnung fürs Erraten und Vorführen redlich verdient: Dank der fleißigen Köche Günther Goldammer und Moritz Bastam steht sie vor der Pause bereit. Geschirr, Schürzen, Tischdekoration – alles ist bei diesem Kochstudio in Weiß gehalten und passt sich ein in die Atmosphäre der Bilder an den Wänden: Die Residenzstadt eingehüllt in eine Winterlandschaft – so schön wie selten.

Auch das Gericht des Abends ist nicht zufällig gewählt worden, wie Moderatorin Mona von Dahl die Entscheidung für Milchreis erklärt. Allein seiner Farbe vor Hinzugabe von Zimt oder Kirschen verdankt dieser seinen Auftritt. Als solcher sind auch die Ausführungen des Intendanten und Regisseurs von „Drei Männer im Schnee“, Andreas Döring, zu bezeichnen. „Wie habt Ihr denn Schnee auf die Bühne gebracht?“, fragt Mona von Dahl. Bevor er dieses erläutert, spricht er ein wenig über das Kestner-Stück, mit dessen Inszenierung er „Kindertheater für Erwachsene“ für die Zuschauer machen wollte, und beschreibt anschließend den von Kestner als Inspiration genutzten Traum vom Winter. Er verwendet nicht viele Worte, setzt diese aber in einer Weise aneinander, dass wiederum entsteht, was den gesamten Abend wie ein roter Faden durchzieht – Poesie und Sachlichkeit verweben sich zu einer Melange.

Von Anke Schlicht

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