Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt „Kompass für einen guten Start“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Kompass für einen guten Start“
18:23 20.06.2012
Guter Start ins Leben Kr¸ger, Fuge und Kassel Larissa Blaschey mit Oskar Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Eltern werden ist nicht schwer und der Rest ist bekannt. Aber was nun? Jungen Vätern und Müttern geben Stadt und Landkreis Celle nun zum dritten Mal eine Broschüre an die Hand, die sie mit den wichtigsten Informationen versorgt. In völlig neuem Design und mit neuem Farbcode erfahren Eltern auf 60 Seiten, was es zu beachten gibt und wer bei kleinen und großen Krisen hilft – und wer auch ohne Krise oder Notlage ein Ansprechpartner im Alltag ist.

„Es gibt viele Angebote in Celle für den neugeborenen kleinen Menschen“, stellt Stadtrat und Jugenddezernent Stephan Kassel fest. Der Verdienst des Arbeitskreises „Guter Start ins Leben - Prävention ab Stunde Null“ sei nicht nur die Broschüre. Er sei insbesondere auch, dass die Angebote in Celle ineinander greifen.

So stellt die Broschüre die Arbeit verschiedener Celler Akteure vor, sei es das Familienbüro, das Step-Elterntraining oder die Evangelische Familienbildungsstätte. Dazu stellen die Autoren in dieser Auflage zum ersten Mal auch Internetseiten vor.

Das erste Drittel der Broschüre beschäftigt sich ganz praktisch mit Schwangerschaft und Geburt. Erstmal beginnt alles mit einem Terminkalender: Wann muss die werdende Mutter zu Untersuchungen, wer nimmt diese vor? Und was ist in den ersten Wochen zu erledigen? Es folgt eine Liste mit Fachärzten und Geburtshelfern, außerdem werden Beratungsangebote für Schwangere vorgestellt.

Das zweite Drittel widmet sich der medizinischen und therapeutischen Hilfe. Ärzte für viele Wehwehchen aller Art finden sich hier, aufgeführt direkt mit Telefonnummer und Adresse. Dabei ist die Broschüre ein Begleiter über das Säuglingsalter hinaus: Auch Sprachförderer und Ergotherapeuten finden sich.

Druckfrisch wird die Broschüre nun an Krankenhäuser und Geburtshelfer verteilt, kündigt Jeanette Block-Menze von der Familienhilfe der Stadt Celle an, außerdem gibt es sie bei Ärzten und in der Familienbildungsstätte. Auch die Mitarbeiter der Jugendhilfe werden sie an junge Familien verschicken. 5000 Exemplare werden so in Umlauf gebracht. Die Stadt bezuschusst die Broschüre mit 2250 Euro, 1350 Euro kommen aus Werbeeinnahmen, berichtet Block-Menze.

„Das Hilfs- und Unterstützungsangebot in Celle ist bemerkenswert vielfältig“, lobt Kreisrat Matthias Krüger. Die Broschüre dazu sei „ein Kompass für einen guten Start“.

Der Arbeitskreis (AK) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit vor Ort zu fördern, berichtet Bärbel Fuge vom Jugendamt des Landkreises Celle. Der AK setzt sich deshalb zusammen aus Vertretern verschiedener Institutionen. Neben Stadt und Landkreis sind auch der Caritasverband vertreten, Fachärzte und Therapeuten, Vereine und Hebammen. Sie erstellen nun seit dem Jahr 2000 die Broschüre, die erste erschien 2001, die zweite 2006.

„Wir haben alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, angeschrieben“, berichtet Block-Menze. Und: „Wer will, kommt rein.“ So ist ein Sammelwerk an kommentierter Information entstanden, das jungen Eltern bei ihrem Abenteuer hilft.

Von Isabell Prophet