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Celle Stadt Kompromiss bei Stellenausschreibung in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kompromiss bei Stellenausschreibung in Celle
17:30 19.12.2016
Von Gunther Meinrenken
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Rodenwaldt hatte eingangs deutliche Worte in Richtung CDU gefunden. Die SPD hatte sich über einen neuen Dezernatszuschnitt unterhalten wollen, bevor die Ausschreibung veröffentlicht wird. „Dieser Wunsch nach Beratung wurde abgebügelt. Der CDU fehlt die Bereitschaft zu diskutieren, ob alles beim Alten bleiben soll“, monierte Rodenwaldt, vor dem Hintergrund, dass seiner Ansicht nach, sich die Gegebenheiten geändert hätten und die Möglichkeit geprüft werden müsse, dies durch einen neuen Zuschnitt der Dezernate widerzuspiegeln. „Erst einen neuen Stadtrat einzustellen und dann zu diskutieren, ist der falsche Ansatz“, so Rodenwaldt. Die Bewerber müssten genau wissen, was sie erwartet.

„Sorgfalt geht vor Schnelligkeit. So einen schludrigen Ansatz hat die Stadt nicht verdient“, merkte Rodenwaldt an. Wenn die Stelle drei Monate später besetzt würde, wäre das kein Beinbruch, so der SPD-Fraktionsvorsitzende, der mutmaßte, dass die CDU bereits einen Kandidaten ausgesucht hätte.

„Merkt Ihr eigentlich, was das für ein Schwachsinn ist, der hier erzählt wird“, konterte CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers. In der Tat sei seine Fraktion der Ansicht, dass man einen Generalisten brauche, es müsse kein Jurist sein. Gleichwohl bedeute die explizite Erwähnung in der Ausschreibung doch nicht, dass sich kein Jurist bewerben werde. „Die SPD hätte doch schon viel früher nachdenken können, aber es fällt ihr erst in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses ein“, so Gevers und bezog sich darauf, dass eigentlich nach der Oberbürgermeisterwahl, die Mende im September gegen Herausforderer Jörg Nigge von der CDU verloren hatte, klar gewesen sei, dass die Stelle von Kassel neu ausgeschrieben werde.

Einen Vorschlag zur Güte präsentierte letztlich der Grünen-Fraktionsvorsitzende Bernd Zobel. Er schlug vor, in die geänderte Ausschreibung aufzunehmen, dass die Bewerber „möglichst“ einen juristischen oder sozial- beziehungsweise geisteswissenschaftlichen Hochschulabschluss vorweisen sollten. Ansonsten sei sich Zobel sicher, dass „sich schon jemand bewerben werde, der sich damit auskennt“. Die Mehrheit des Rates übernahm Zobels Vorschlag für die Ausschreibung. Die SPD stimmte allerdings nicht dafür.