Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Mit Musik und Architektur Publikum erreicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mit Musik und Architektur Publikum erreicht
20:01 16.12.2018
Das Staatsorchester Braunschweig überzeugte mit seiner Programmgestaltung das Publikum in der Celler Congress Union. Quelle: David Borghoff
Celle

Das zweite Abonnementskonzert der vom Braunschweiger Staatsorchester in Eigenveranstaltung betriebenen Sinfoniekonzertreihe in der Celler Congress Union war ein Konzert, das man fast als Retroveranstaltung hätte vermarkten können. Die Stückfolge ordnete sich, abgesehen von einem einzelnen neueren Stück, fast komplett ein in eine Programmdramaturgie, wie es sie in früheren Zeiten bei Spitzensolisten auf der Barocktrompete wie Maurice André oder Ludwig Güttler oft gab. Man kombinierte mehrere kleinere Trompetenkonzerte dieser Zeit miteinander, ließ dazwischen Platz für weitere Instrumentalstücke aus der Zeit zwischen Barock und früher Klassik und erreichte damit ein recht großes Publikum, da der Klang der Barocktrompete von vielen Musikfreunden sehr geschätzt wird. Und siehe da: Auch heute funktioniert eine solche Programmgestaltung, wie man an den gut besetzten Reihen in Celle sah.

Als Solist brachte sich der Solotrompeter, Musikvermittler und Orchesterdirektor des Braunschweiger Orchesters selbst ein: Martin Weller. Dieser ist nicht nur ein vorzüglicher Instrumentalist, er ist auch ein umtriebiger Macher und als solcher für das Braunschweiger Orchester fast eine Art wandelnde Lebensversicherung in Zeiten, in denen dieses Orchester immer weniger Operndienste spielen kann, weil sich die diesbezügliche Nachfrage in Braunschweig seit über einem Jahrzehnt in eine bedenkliche Richtung entwickelt. Darüber hinaus ist Weller aber auch ein begnadeter Musikvermittler, dessen Einführungen zu den Konzerten nicht nur in Celle sehr gut angenommen werden.

Dieses Mal gab es eine ganz besondere Art der Hinführung zum Konzert. Weller nahm nämlich Bezug auf das einzige etwas aus dem Rahmen fallende Stück des Abends von Karl Jenkins, das als Titel den Namen des Renaissance-Architekten „Palladio“ trug. Das nahm Weller zum Anlass, einen Einführungsvortrag zu Palladio zu halten, der nicht nur höchst inhaltsreich und aussagekräftig war, sondern von einer umfassenden Bildung zeugte, die staunen machte. Dass dabei auch en passant musikalische Erkenntnisse vermittelt wurden, versteht sich von selbst. Alleine dieser Vortrag wäre bereits den Besuch des Abends wert gewesen.

Aber es folgte ja noch das Konzert. In diesem erwies sich einmal mehr, dass die meisten Trompetenkonzerte in Barock bis Frühklassik eher von spärlicher Inspiration sind, aber dafür die Fähigkeit des Solisten im schönsten Licht dastehen lassen. Weller überzeugte auch da mit einem so selbstverständlichen und freien Spiel, dass es eine Freude war, zuzuhören, auch wenn die Stücke teilweise wenig hergaben. Von speziellem Reiz war ein Konzert für Corno da Caccia von Georg Philipp Telemann. Das dunkle Timbre des Instruments war eine willkommene Abwechslung zwischen den strahlenden Barocktrompetenklängen davor und danach, den pointiert dargebotenen Mozart-Divertimenti und besagtem Stück von Jenkins. Dirigent Christopher Lichtenstein hatte es da mit seiner kleinen Streicherbesetzung schwer, sich zu profilieren. Sein Mozart geriet sehr vital, wenngleich ein wenig kantig. Die „Palladio“-Suite, eher Filmmusik in der Nähe zu Minimal Music als klassisches Musikstück, ließ er auffallend gemächlich spielen, was nach anfänglicher Irritation doch recht zwingend wirkte.

Von Reinald Hanke

Die CZ-Weihnachtstombola war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Am Ende stehen eine Rekordsumme und ein glücklicher Autogewinner.

16.12.2018

Das Capital Dance Orchestra begeisterte mit temperamentvollen Rhythmen und neu interpretierten Popsongs in der Celler Congress Union.

16.12.2018

Der Losverkauf der CZ-Weihnachtstombola ist beendet. Alle, die dabei ein sogenanntes A-Los gezogen haben, fiebern nun den Schlussziehungen entgegen.

15.12.2018