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Celle Stadt Konzert für Liebhaber des alten Jazz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Konzert für Liebhaber des alten Jazz
09:43 09.12.2011
Die Bigband Celle mit MÈlanie Germain beim Nikolausjazz im Kreistagsaal - Foto: Hartmut Jakubowsky Quelle: Hartmut Jakubowsky
Celle Stadt

Vorweihnachtliche Stimmung kann man bei dem satten Bläsersound mit dem swingenden Rhythmus ohnehin nicht erwarten. Und sonst? „The same procedure as every year“: Gunter Pilz überbringt die Grüße der Neuen Jazzinitiative und wirbt für den Förderverein, Wolfgang Heidenreich zählt die Sponsoren auf und wirbt für den Kauf der neuen CD und Mélanie Germain nennt als Sängerin und Moderatorin die Musiktitel und weist auf ihren Ursprung hin.

Liebhaber des alten Jazz freuen sich über „A Tisket, a Tasket“ und über das rockige „Mercy, Mercy, Mercy“, über das Salsastück „Manteca“ und den hinreißenden Blues „Black Coffee“, über „Route 66“ und über „Love“, über „Knock on Wood“, „Rudolph“ und „Here comes Santa“. Glanzlichter in einem Programm, das auf Bekanntes genauso setzt wie auf Wiederholungen der Nikolausjazz-Abende aus den Jahren zuvor. Da gibt es weder in der äußeren Form noch im musikalischen Inhalt aufregend Neues oder vielleicht sogar einen Schuss Besonderheit. Und so wird man das Gefühl nicht los, dass die Celler Bigband trotz manch glänzender und heftig beklatschter Soli, trotz des hervorragenden Philipp Dornbusch am Schlagzeug, trotz einer sängerisch gut aufgelegten Mélanie Germain und trotz der sicheren Beherrschung der Instrumente eher einen musikalischen Stillstand als eine künstlerische Weiterentwicklung zu verzeichnen hat.

Schade, denn neue Programmtitel wie „Superstition“, „Skylight“ oder das swingende „Shiney Stockings“ könnten sicher sehr viel größere und mitreißendere Wirkung erzielen, wenn die Performance stimmt.

Von Hartmut Jakubowsky