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Celle Stadt Krach um Ausschuss: Didschies weist Kritik zurück
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Krach um Ausschuss: Didschies weist Kritik zurück
15:18 28.02.2012
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Didschies' Angaben zufolge wurden mittlerweile fünf Beschluss-, Ergänzungs- und Tischvorlagen zur Berufung der beratenden Mitglieder in den Jugendhilfeausschuss gefertigt. Dieser sei nach geltender Satzung des Jugendamtes immer noch nicht vollzählig. „So dilettantisch wurde noch nie über eine Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses hier in Celle beraten", kritisiert der CDU-Politiker. „Eine von mir vorgeschlagene, frühzeitige Vorberatung im Fachausschuss, wie in den letzten 20 Jahren, wurde abgelehnt."

Den Entscheidungsgremien seien weder Gesetzestexte noch die geltende Satzung des Jugendamtes zur Verfügung gestellt worden, moniert der Christdemokrat. Didschies, der seit 1989 im Jugendhilfeausschuss der Stadt Celle sitzt, fragt sich auch, wie Hufschmidt-Bergmann zu der Aussage kommen kann, dass ein Ausschuss mit zu vielen Mitgliedern nicht mehr arbeitsfähig sei. „Frau Hufschmidt-Bergmann ist neu im Rat und war somit auch noch nie in unserem Jugendhilfeausschuss", so Didschies. Sie sei auch nicht die Vorsitzende dieses Ausschusses, sondern die zukünftige, da der alte Jugendhilfeausschuss laut Gesetz seine Tätigkeiten bis zur ersten Sitzung des neuen weiter ausübe. Diese erste Sitzung hat noch nicht stattgefunden.

Die Entscheidung des Rates vom 9. Februar, 18 beratende Mitglieder „im Block“ namentlich zu berufen, sei rechtmäßig gewesen und sei daher nicht zu beanstanden, fügt Didschies hinzu. „Dennoch kann man gradlinig sein Bedauern darüber äußern, dass eine jahrzehntelange direkte Einbindung und gute Zusammenarbeit mit den Vertretern des KSB im Ausschuss – zumindest bis 2016 – ausgesetzt wird." Es sei schwierig, eine so komplexe Materie wie diese über Dritte in den Verwaltungsausschuss zu transportieren. „Ich habe mir abgewöhnt, im Rat der Stadt Celle mit Redebeiträgen hoffnungslose Überzeugungsarbeit leisten zu wollen. Dafür haben wir unsere bewährten Fachausschüsse."

Die nächste Auseinandersetzung ist programmiert: Nachdem die Verwaltung bereits eine neue Beschlussvorlage zur abschließenden Besetzung der „Stelle des Jugendlichen“ mit einem Erwachsenen erstellt hat, muss nach Didschies' Angaben im Vorfeld erst einmal die Satzung des Jugendamtes geändert werden. „Ob diese Satzung überhaupt geändert wird, darüber wird der Jugendhilfeausschuss beraten und im Rat entschieden", erläutert der CDU-Politiker. Die konstituierende Sitzung des Jugendhilfeausschusses findet am 6. März statt.