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Celle Stadt Kreistag beschließt neue ÖPNV-Arbeitsgruppe
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kreistag beschließt neue ÖPNV-Arbeitsgruppe
18:34 08.06.2017
Von Simon Ziegler
Schülerverkehr und Netzticket: Wie geht es im Celler ÖPNV weiter? Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Arbeitsgruppe hat den Auftrag, sämtliche auf dem Tisch liegenden Vorschläge zur Verbesserung im ÖPNV wie Schülerverkehr, Sozialticket oder Schülernetzticket detailliert zu erörtern sowie rechtliche und finanzielle Fragen zu klären. Das Gremium soll das erste Mal spätestens Mitte August tagen.

Auf der Tagesordnung des Kreistages stand ein Antrag des Kreiselternrates zur Schülerbeförderung im Winterhalbjahr. Der Kreiselternrat hatte gefordert, die Satzung über die Mindestentfernungen in der Schülerbeförderung dahingehend zu ändern, dass eine Sonderregelung für das Winterhalbjahr vom 1. November bis zum 31. März aufgenommen wird. Das heißt: Kinder, die die festgelegten Entfernungen für ein Ticket unterschreiten, sollen wenigstens im Winter Anspruch auf Beförderung haben. Doch die Kreisverwaltung hatte argumentiert, dass für neue Schülerströme die Kapazitäten nicht ausreichten. Das Thema soll jetzt auch in der neuen Arbeitsgruppe aufgegriffen werden.

"Wir fordern, dass die CeBus im Winter mehr Kapazitäten bereitstellt. Wir unterstützen den Antrag des Kreiselternrates", sagte Annegret Pfützner (Grüne). Mathias Pauls (SPD) sagte, er hoffe, dass in der Arbeitsgruppe "Lösungen gefunden werden, die von einer breiten Mehrheit im Kreistag getragen werden". Hubertus Bühmann (CDU) erwartet von dem neuen Gremium, dass "alle Aspekte auf den Tisch kommen, zu welchen Bedingungen und Kosten" der ÖPNV gestaltet werden könne. Ulrich Kaiser (WG) kritisierte, dass in Sachen ÖPNV oftmals zuerst an den Haushalt gedacht werde. "Wir müssen zuerst feststellen, was wir schul- und familienpolitisch den Eltern zumuten wollen, und dann sehen, ob es finanzierbar ist", sagte Kaiser.