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Celle Stadt Krippe: Land fördert dritte Kraft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Krippe: Land fördert dritte Kraft
17:14 22.02.2015
Von Gunther Meinrenken
Das Land fördert zusätzliche Betreuungsstunden in den Krippen. Davon profitiert auch die Stadt Celle. Quelle: Julian Stratenschulte
Celle Stadt

Seit 2010 setzt die Stadt in den eigenen Kinderkrippen und denen der freien Träger eine dritte Betreuungskraft in den Gruppen ein, um den gestiegenen Ansprüchen vor allem hinsichtlich des Bildungs- und Erziehungsauftrages gerecht zu werden. Zumeist werden Sozialassistentinnen oder Kinderpflegerinnen eingesetzt. Diesen höheren Standard hat sich die Stadt bisher etwa 350.000 Euro im Jahr kosten lassen. Seit Anfang des Jahres wird ein Teil davon vom Land gedeckt.

240 Millionen Euro stellt das Land zur Verfügung. Die Zuschüsse erfolgen stufenweise, beginnend mit der Finanzierung einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden. Ab dem Kindergartenjahr 2016/2017 kommen jährlich 3 Stunden hinzu. Ab August 2020 ist vorgesehen, die Finanzhilfe ohne Beschränkung auf eine Höchststundenzahl für die vollständige Betreuungszeit in der Krippengruppe zu gewähren.

Im Neuen Rathaus freut man sich über die Unterstützung seitens des Landes. "Damit können wir bereits jetzt die zusätzliche Betreuung in den Halbtagskrippengruppen, die genau 20 Stunden beträgt, finanzieren", stellt der zuständige Fachdienstleiter, Peter Binz, fest. 2020 wären dann auch die zusätzlichen 32 Betreuungsstunden in den Ganztagsgruppen durch Landesmittel abgedeckt. "Dann können wir anfangen, die Stunden zu erhöhen", kündigt Michael Kessel, Abteilungsleiter Kindertagesbetreuung, an.

Mit gemischten Gefühlen schaut man hingegen bei der Stadt auf die geplante Novelle des Kindertagesstätten-Gesetzes, die in der Landeshauptstadt derzeit vorbereitet wird. Wie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) ankündigte, soll es dabei unter anderem um kleinere Gruppen, das Thema Inklusion und die Qualifizierung der Betreuungskräfte gehen. Doch Details gibt die Landesregierung nicht bekannt.

Nach CZ-Informationen soll jedes Kind einen Faktor erhalten, beispielsweise normal entwickelte Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren eine 1. Mit 25 Kindern dieser Kategorie würde die Gruppengröße die übliche Anzahl von 25 Kindern erhalten. Kinder etwa von unter 3 Jahren würden den Faktor 1,5 erhalten. Die genaue Faktorisierung steht wohl noch nicht fest. Bei der Stadt weiß man allerdings jetzt schon: "Die Bestimmung der Gruppengröße bedeutet einen großen Mehraufwand für uns. In einigen Gruppen werden Plätze wegfallen", stellt Kessel fest. Möglicherweise müssten komplett neue Gruppen gebildet werden, um den Bedarf zu decken.