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Celle Stadt Krippenplätze: Keine Klagen in Celler Kommunen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Krippenplätze: Keine Klagen in Celler Kommunen
18:01 18.02.2015
Von Simon Ziegler
Es schmeckt beim Mittagessen in der Krippe in Großmoor. Wie in Adelheidsdorf gibt es auch in den anderen Gemeinden im Landkreis genügend Plätze für die Betreuung der unter Dreijährigen.  Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

„Wir haben eine sehr gute U3-Versorgung“, sagt Klaus-Peter Heuer, stellvertretender Jugendamtsleiter beim Landkreis Celle. Am Dienstag hat er im Jugendhilfeausschuss den aktuellen Bedarfsplan für Kindertagesstätten im Kreis Celle vorgestellt. Bei den unter Dreijährigen liegt die Quote bei über 45 Prozent. „Für jedes zweite Kind im Alter U3 steht ein Platz in der Tagespflege oder einer Krippe zur Verfügung“, so Heuer.

Die Entwicklung in den vergangenen Jahren war rasant. Der für Eltern gesetzlich garantierte Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder nach dem ersten Lebensjahr hat dazu geführt, dass in allen Kommunen im Kreis Celle innerhalb kurzer Zeit Krippen entstanden sind. Betrachtet man nur die ein- bis zweijährigen Kinder, für die der Gesetzesanspruch gilt, liegt die Quote im Schnitt sogar bei 67,5 Prozent. „Wir haben keine einzige Klage“, sagt Heuer. Es sei auch keine Klage angedroht worden.

Die Gemeinden haben ihre Überlegungen und Planungen zum Bau von Krippen nach Angaben des Landkreises weitgehend abgeschlossen. Derzeit werden die letzten Bauten fertiggestellt. In Langlingen wird Ende des Monats eine Krippe offiziell eingeweiht, eine weitere entsteht in Ahnsbeck. In Südwinsen wird noch gebaut, außerdem soll in Nienhagen eine weitere Krippe geschaffen werden.

Die Betreuungsquote variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Am niedrigsten ist die U3-Versorgungsquote in Hermannsburg mit 33 Prozent. Auch dort sind laut Landkreis aber genügend Plätze vorhanden. Die höchste Quote erreicht Faßberg mit fast 60 Prozent. Winsen sei mit der neuen Krippe in Südwinsen auch gut aufgestellt, sagt Heuer. Dort müsse man aber sehen, wie sich die Zahlen künftig entwickeln. Denn Winsen sei Zuzugsgemeinde und für viele Familien attraktiv.

In der Stadt Celle liegt der Versorgungsgrad nach Angaben der Stadtverwaltung bei 46 Prozent. Dieser soll in Kürze auf 50 Prozent steigen.

Unterdessen haben überraschend viele Eltern im Landkreis Celle das Betreuungsgeld beantragt. Insgesamt 203 Anspruchsberechtigte erhalten die als „Herdprämie“ verschriene Leistung für ein- oder zweijährige Kinder. Knapp zwölf Prozent der Berechtigten nehmen somit die Leistung von 150 Euro pro Kind und Monat in Anspruch. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Nach Inkrafttreten des Gesetzes hatten zunächst nur vereinzelt Eltern die Leistung für Kinder, die nicht in eine Krippe kommen und stattdessen zu Hause betreut werden, beantragt.