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Celle Stadt Kritik an Plänen für Celler Allerinsel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kritik an Plänen für Celler Allerinsel
20:23 29.06.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

Die Unabhängigen hätten diese städtebauliche Entwicklung der Allerinsel südlich der Hafenstraße immer befürwortet, so Fraktionsvorsitzender Udo Hörstmann, der sich erstaunt darüber zeigt, dass die Verwaltung jetzt schon die Bebauung nördlich der Hafenstraße plane: "Wir haben 2015 den Antrag gestellt, diese Planungsarbeiten einzustellen, den jetzigen Schützen-Festplatz als solchen zu erhalten und zu befestigen. Diesen Antrag haben wir Ende des Jahres 2015 ruhen lassen, da uns von der Verwaltung zugesagt worden war, dass bis Anfang 2016 eine neue Konzeption geplant werde, nachdem Conmetall erklärt hatte, die Allerinsel mit seiner Verwaltung nicht verlassen zu wollen. Dass wir zu unserem Antrag bis heute keine Aussage erhalten haben, liegt im Rahmen des von uns Erwarteten."

"Ungeheuerlich" findet Hörstmann allerdings, dass ein Antrag aus dem Rat der Stadt Celle von der Verwaltung "völlig ignoriert" werde: "Der Rat ist das gewählte Organ der Bürger, die Verwaltung führt aus, nicht umgekehrt. Wir erwarten, dass zunächst unser Antrag bearbeitet und beantwortet wird, bevor selbstherrlich von der Verwaltung das weitere Vorgehen auf der Allerinsel geplant und bestimmt wird."

"Es scheint, als ob nun der große Wurf gelingen könnte", meint hingeben Bernd Skoda, zweiter Vorsitzender des Celler SoVD-Kreisverbandes, zur Insel Planung. Skoda rät, die Interessen von Menschen mit Behinderungen nicht außer Acht zu lassen: "Nicht nur Wohnungen oder den Weg zur Mülltonne gilt es barrierefrei zu gestalten- sondern insgesamt Wegekonzepte zu entwickeln die den Bedürfnissen des genannten Personenkreises auch Rechnung tragen."

Während sich Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) darüber freut, das vom Land weitere 550.000 Euro Städtebauförderungsmittel für die Entwicklung der Allerinsel bereitgestellt werden, bezeichnet dies der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch als "lediglich kleinen Schritt in die richtige Richtung“. Letztlich handele es sich dabei lediglich um eine Fortschreibung des von der CDU/FDP-Vorgängerregierung aufgelegten Förderprogramms. „Zu unserer Regierungszeit wurde hier mit 4,5 Millionen Euro in ganz anderen Größenordnungen gefördert", so Adasch: "Die Erschließung neuer Förderquellen für unsere Stadt wäre hingegen tatsächlich eine echte Neuigkeit gewesen, auf die man in Celle seit der Regierungsübernahme durch Rot-Grün 2013 allerdings noch immer vergeblich wartet.“