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Celle Stadt Künstlerverein Celle mit vielen interessanten Veranstaltungen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Künstlerverein Celle mit vielen interessanten Veranstaltungen
13:34 29.01.2014
Celle Stadt

Man kann nur hoffen, dass das als eine mittelfristige Stabilisierung des Vereins zu werten ist und in nächster Zeit genügend jüngere Aktive auch ein deutliches Mehr an jüngeren Mitgliedern ein Mehr dieser Zielgruppe bei den Zuhörern mit sich bringen möge. Ganz unabhängig davon: Das Programm des Künstlervereins Celle ist interessant. Fünf reine Musikveranstaltungen plus einen Abend mit Musik und Rezitation plus zwei Vorträge, das umfasst das Jahresprogramm.

Es beginnt mit einem Liederabend. Der eingeladene Bariton Sönke Tams Freier ist zwar wenig bekannt, dafür aber ist das Programm umso interessanter. Er singt zusammen mit dem wesentlich bekannteren Pianisten Henning Lucius am Dienstag, 4. Februar, Werke von Schubert, Schumann, Pfitzner und Busoni. Alleine schon die Lieder der beiden Letztgenannten versprechen besonders reizvolle Begegnungen zu werden, da diese kaum je zu hören sind. Das nächste Konzert ist Triomusik für Violine, Horn und Klavier vorbehalten. Unter anderem sind die Schlüsselwerke für diese Besetzung von Schumann und Brahms geplant. Am 13. Juli steht dann die Personalunion Hannover-England im Mittelpunkt eines Konzertes unter dem Titel „Welfenmusik“. Es sind Werke von Händel und weiteren Zeitgenossen geplant, die seinerzeit aus dem deutschsprachigen Raum nach England gegangen sind. Das teilweise aus Musikern des hannoverschen Orchesters „musica assoluta“ bestehenden „vision string quartet“ bleibt dann trotz seines die Grenzen zwischen Jazz und Klassik gerne überwindenden Profils im ganz konventionellen Rahmen mit Werken von Beethoven, Mendelssohn und Bartok. Ungewöhnlicher wird da schon das Konzert Klaus Stickens, der am 11. November Tastentänze spielt. Neben einer aus diversen Tanzsätzen bestehenden Suite Bachs und einer Flamenco-Fantasie von Frank Martin sind Werke von Schumann und Liszt geplant.

Als Programm mit Texten und Musik gibt es einen „Metamorphosen“ übertitelten Abend mit Kontrabass und Rezitation. Außerdem noch im Angebot: Einen Vortrag vom früheren Leiter des hannoverschen Wilhelm-Busch-Museums widmet sich am 11. März dem „Deutschen Michel bei Spitzweg und Busch“. Und am 21. August wird der aus Hannover anreisende Literaturfachmann Heiko Postma der Arno Schmidt-Erzählung „Tina oder über die Unsterblichkeit“ sprechen.

Alle Veranstaltungen außer derjenigen im Juli beginnen um 19.30 Uhr im Celler Beckmann-Saal. Am 13. Juli beginnt das Konzert bereits um 17 Uhr im Rittersaal des Schlosses. Eine Website des Künstlervereins Celle ist zurzeit noch nicht verfügbar. Einen Vorverkauf gibt es offiziell auch nicht.

Von Reinald Hanke