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Celle Stadt "Kultur ist in Celle ein Wirtschaftsfaktor"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Kultur ist in Celle ein Wirtschaftsfaktor"
16:23 26.01.2017
Quelle: Uwe Schmidt-Seffers
Celle Stadt

Aus Mc Dowells Sicht lohnt sich diese Investition: „Wir haben festgestellt, dass kulturinteressierte Touristen im Durchschnitt 18 Euro mehr am Tag in Celle lassen. Die Kultur in der Stadt ist damit ein harter Standortfaktor.“ Insgesamt 75 Vereine machen die Kultur in Celle aus. „Wir als Verwaltung springen nur ein, wenn jemand anderes nicht kann“, erklärt die Dezernentin. Der Ausschussvorsitzende Bernd Zobel (Grüne) ergänzte: „Celle ist eine lebendige Stadt, da die Kultur von den Bürgern gelebt wird. Wir wohnen nicht in einer langweiligen Provinzstadt.“

Rund 19 Euro pro Einwohner gab die Verwaltung für die Stadtbibliothek aus, also insgesamt 1,367 Millionen Euro. Durch die Benutzungsgebühren konnten 112.700 Euro eingenommen werden. Im Vergleich liegt die Besucherzahl in Celle pro Einwohner über dem Bundesdurchschnitt. So ging jeder Celler 2016 mindestens zweimal in die Bibliothek. Insgesamt kommt die Stadtbibliothek auf 151.426 Besuche. 388 Veranstaltungen fanden dort statt. „Die Reihe ‚Schnuller rein und losgelesen‘ war ein Erfolg“, erklärte Mc Dowell.

Rund 44 Euro pro Einwohner wurden für die Ausstellungen im Bomann-, Residenz- und Kunstmuseum investiert, was 3,1 Millionen Euro jährlich ergibt. 2016 eingenommen werden konnten 266.600 Euro. Ein Familienmagnet waren die Playmobil- und die Barbie-Ausstellung. Tourismusmagnet der Stadt ist das Residenzmuseum, besonders seitdem die Welfenschätze zurück im Celler Schloss sind.

Rund 8 Euro pro Einwohner gab die Verwaltung für „das Gedächtnis der Stadtgesellschaft“ aus, wie Mc Dowell das Stadtarchiv nannte. Im Durchschnitt kommen 3,5 Besucher am Tag vorbei, wenn das Archiv geöffnet hat. Die Gäste werden intensie von den Mitarbeitern betreut, in dem sie verschiedene Archivalien zum Thema heraussuchen und weitere Tipps für die Recherche geben. „Die Seminare zur Familienforschung sind in der Regel ausgebucht“, betonte Mc Dowell.

Seit 2009 konnten die städtischen Kultureinrichtungen Fördermittel in Höhe von 9,14 Millionen Euro einwerben. „Das hat auch mit der Qualität der Arbeit zu tun“, erklärte Mc Dowell. Zuletzt erhielt das Bomann-Museum Bundesmittel im Wert von 100.000 Euro für die große Ausstellung zum diesjährigen Reformationsjubiläum. Dagny Rößler

Von Dagny Rößler