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Celle Stadt Kundeninteresse flaut ab: Lobetal-Frischmarkt in Celle hat Luft nach oben
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kundeninteresse flaut ab: Lobetal-Frischmarkt in Celle hat Luft nach oben
18:12 05.05.2014
Von Gunther Meinrenken
In den Gängen - des Lobetal- - Frischmarktes in der Bergstraße mangelt es zeitweise an Kunden. Ein Grund dafür mag sein, dass man das Geschäft auch dann nicht erkennt, wenn man schon kurz davor steht. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Elektronik, Junge Mode und einen Lebensmittelmarkt – diese drei Angebotslücken in der Celler Innenstadt sind alle gestopft, wenn auch H&M in Kürze die Pforten geöffnet haben wird. Wer allerdings durch den erst vor vier Wochen eröffneten Lobetal-Frischmarkt in der Bergstraße geht, beschleichen leichte Zweifel, ob hier wirklich ein so großer Mangel vorgelegen hat. Die Kundenzahlen bewegen sich noch in einem recht übersichtlichen Rahmen.

„Am Eröffnungstag kamen 800 Leute in unser Geschäft, in den ersten beiden Wochen waren es durchschnittlich 500 Kunden pro Tag, im Moment sind es etwa wochentags um die 400“, teilte Carsten Bräumer, Leiter der Lobetalarbeit, mit. Er räumt ein, dass man noch „Luft nach oben“ habe. „Wenn es weniger werden, bekommen wir ein Problem.“

Mit 460 Quadratmetern ist der Markt deutlich kleiner als branchenüblich. Penny in der Schuhstraße hat jedoch nur etwa 300 Quadratmeter, aber einen deutlich größeren Kundenzuspruch. Bräumer spricht von Anfangsschwierigkeiten. Im Gegensatz zu Penny muss sich das Angebot des Lobetal-Frischmarktes erst unter den Cellern herumsprechen. Bewusst hat man bei Lobetal auf ein anderes Konzept gesetzt. So biete man in vielen Bereichen Kleinverpackungen an, speziell auf Singles und Senioren zugeschnitten.

Zielmarke für das Geschäft seien maximal 600 Kunden pro Tag. Das sei die Menge, die das betreute Personal an den Kassen bewältigen könne. Bräumer sieht in dem Einsatz von Bewohnern der Lobetalarbeit den großen Pluspunkt des Marktes. „Dieses Konzept kommt auch hinsichtlich der Kommunikation mit den Kunden sehr gut an. Bei der Kundenbindung sind wir auf einem guten Weg.“

Bei den Mitarbeitern hält die Begeisterung für das neue Tätigkeitsfeld an. „Es sind noch alle an Bord“, sagte Ahlrich Weiberg, der bei Lobetal für den Markt zuständig ist. Lediglich ein Beschäftigter würde sich fragen, ob „das noch der richtige Job“ für ihn sei. „Ansonsten haben wir eine lange Warteliste für ein Praktikum“, so Weiberg.

Ein Problem wird sich in der kommenden Woche erledigt haben. Bisher ist der Lobetal-Frischmarkt kaum zu erkennen, selbst wenn man fast schon davor steht. Es gibt kein Schild, das in den Straßenraum hineinragt. „Das ist mittlerweile genehmigt worden. Dann sollte der Laden auch beim Blick in die Bergstraße besser erkannt werden“, ist Bräumer sicher.