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Celle Stadt Kunsteisbahn statt Mittelalter: Eisermann sorgt für Winterzauber
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kunsteisbahn statt Mittelalter: Eisermann sorgt für Winterzauber
19:03 04.11.2010
Celle Stadt

Kufenflitzer, Puckjäger und Piourettendreher können sich freuen: Auf dem Weihnachtsmarkt 2010 gibt es wieder eine Eisbahn in der Residenzstadt – genauer gesagt eine Kunsteisbahn auf dem Kleinen Plan. Sie hat die Maße von 20 Meter mal 10 Meter.

Gastronom Benno Eisermann und sein Unternehmen gestalten ab diesem Jahr gemeinsam mit der Tourismus Region Celle (TRC) den Weihnachtsmarkt im Bereich Mauernstraße und Kleiner Plan. Die Gesamtkosten betragen 130000 Euro. Die Kunsteisbahn soll einer der Höhepunkte werden. „Der Mittelaltermarkt hat sich verabschiedet. Reiz und Wirtschaftlichkeit waren nicht mehr gegeben“, so Eisermann. Zuletzt hatte es in den Wintern 2006 und 2007 – finanziert von vier Hauptsponsoren aus dem Schlosskreis und kleineren Firmen – eine Eisbahn im Schlosspark gegeben.

Die Schlittschuhfahrer werden mit flotter Musik beschallt. Abends sorgt Discobeleuchtung für die passende Atmosphäre. Die „Eisfläche“ ist zwischen dem 25. November und 27. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Freitags und sonnabends wohl etwas länger. „Es wird Eishockeyspiele, Eisstockschießen und Besuche von Eishockeyspielern geben“, so Eisermann. „Die ökologische Eisfläche kommt ohne Wasser und größeren Stromverbrauch aus.“ Eiskunstflächen dieser Art gebe es nur drei in Europa. „Celle ist hier Vorreiter“, so Eisermann. Um die Schlittschuhbahn für 90 Minuten zu nutzen, zahlen Erwachsene 3,50 Euro und Kinder bis zwölf Jahren 3 Euro. Täglich – außer am 24. und 25. Dezember – soll es an der „Eisfläche“ eine „after work on ice“-Party geben. Eisermann hat klare Vorstellungen vom „Winterzauber“: „Es sollen so viele Leute wie möglich angezogen werden.“ Auf den Straßen und den Dächern der 30 Stände soll es eine einheitliche Dekoration geben. Die Mauernstraße wird mit leiser Musik beschallt und ein Lichternetz über den Kleinen Plan aufgespannt. Auf der dort errichteten Bühne kann jeder Besucher sein Glück versuchen: Wer den Glückstresor knackt, kann Gold- und Silberbarren im Wert von 3000 Euro gewinnen.

Attraktionen auf dem Celler Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in der Residenzstadt wartet mit vielen Highlights auf. Geöffnet ist er vom 25. November bis 27. Dezember. Besucher können montags bis freitags sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr über den Markt flanieren. Sonnabends ist dies zwischen 10.30 und 21 Uhr möglich.

Größte Weihnachtspyramide Norddeutschlands: Ab Ende November erstrahlen die Fachwerkfassaden in der Fußgängerzone in weihnachtlicher Beleuchtung. Die mit rund 14 Metern wohl größte Weihnachtspyramide Norddeutschlands steht im Mittelpunkt der Altstadt. Mehr als 100 Stände bieten regionale Köstlichkeiten.

Kinderattraktionen: Am Brandplatz gibt es Dosen- und Pfeilwerfen, die Märchenstunden, Weihnachtsmann-Sprechstunden und auch das Kasperltheater. Animateure betreuen im Kinderclub diejenigen, die lieber spielen oder basteln wollen.

Männer-Parking: Alle Männer und diejenigen, die keine Lust auf Shopping-Touren haben, finden sich in der Holzhütte in der Nähe der Pyramide ein. Der Mann oder die Frau werden vom Partner abgegeben und dieser erhält dafür eine „Wertmarke“, mit der er den Partner später wieder auslöst. Bier, Tischfußball und das Sportprogramm helfen, die Zeit zu überbrücken.

Geschenke-Tauschbörse: In Celle macht der Weihnachtsmann Überstunden. So ist Umtauschen ohne Kassenbon am zweiten Weihnachtsfeiertag auf einer Bühne möglich. Ab 15 Uhr vermittelt der Weihnachtsmann dann unliebsame Geschenke durch die stattfindenden Tauschgeschäfte unter den Anwesenden.

Von Paul Gerlach