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Celle Stadt Kunsthandwerk trifft Kulinarik
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kunsthandwerk trifft Kulinarik
17:14 04.11.2018
Beim Kunsthandwerkermarkt auf Hof Wietfeldt ließen sich die Besucher viel Zeit beim Stöbern. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Als führte er ins Nichts, mutet der Weg nach Bennebostel an. „Hier kommt man nur hin, wenn man ein Nadelöhr durchquert, aber die Leute nehmen das auf sich“, beschreibt Ausstellerin Astrid Grabe-Meyer den Ort eines Wochenendevents mit Sogwirkung. Eine Schatzkiste in bäuerlichem Ambiente steht am Ende des Weges für den Besucher von „Schönes aus der Scheune“ auf Hof Wietfeldt bereit.

Astrid Grabe-Meyer ist eine von 50 Standbetreibern, sie bietet handgemachte Seifen in den phantasievollsten Ausführungen und Duftnoten an. „Das ist hier etwas Besonderes, sonst kämen die Leute nicht in die Pampa“, sagt sie, und die Menschentraube, die sich über das ausgedehnte bäuerliche Anwesen mit Tradition schiebt, bestätigt ihre Einschätzung. Ihre Standnachbarin Marisa Jacobi ist eigens aus Berlin angereist. „Das Ambiente ist einzigartig“, lobt sie die Umgebung für ihre filigranen „engelsamen Wesen“.

„Kunst im Stall“ oder „Willkommen in der Kartoffelscheune“ lauten Aufschriften zwecks Orientierung. Kunsthandwerk und Kulinarik halten sich die Waage, beides bringt die Besucher ins Schwärmen und erzeugt Bereitschaft zum Schlangestehen. „Mir gefällt hier eigentlich alles, es ist nicht so kommerziell und trubelig, es gibt ansprechende Angebote – und mein Mann kommt mit. Sonst gehe ich häufig nur mir Freundinnen“, begründet Sonja Michel-Kirschstein ihre Treue seit Bestehen des Marktes. Iris Wuthnow kann sich nur anschließen: „Die Wildsuppe ist großartig“, liefert sie ein Beispiel, während ihre Tischnachbarin Martina Fragge das selbst gemachte Brot hervorhebt. „Man muss ja schließlich Kraft schöpfen für den Einkauf“, sagt sie und begibt sich wieder zu den Warenständen, die ausschließlich Handgefertigtes offerieren.

„Das ist uns wichtig, das passt einfach zu uns, wir machen ja auch alles selber“, umreißt Veranstalterin Claudia Wietfeldt das Konzept. Ein Drittel der Aussteller ist bei jedem Markt neu. Von Filzkunst über Schmuck in allen Facetten und Formen bis zu Ledertaschen und Patchworkdecken ist alles zu haben, was das Herz der Liebhaber von Unikaten begehrt.

Robert Dewath, der aus Hamburg angereist ist, widmet sich ausschließlich den „lukullischen Genüssen“. Am Stand der Familie Kläke hat er sich mit Käse eingedeckt: „Der ist handgemacht, und das schmeckt man“, sagt der Hanseat, während er die beiden von den Standbetreibern eigens mitgebrachten Kälber betrachtet: „Als Großstädter sieht man so etwas nicht allzu oft“, kommentiert er. Eine Stimme aus dem Verkaufsbereich merkt ganz im Sinne der traditionellen Arbeitsweise auf Hof Wietfeldt an: „Die haben ein langes und glückliches Leben vor sich.“

Von Anke Schlicht

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