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Celle Stadt Kunstinstallatin in Hustedt: In die Zukunft denken mit Karl Marx
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Kunstinstallatin in Hustedt: In die Zukunft denken mit Karl Marx
12:26 07.05.2018
Fahne, Faust und Freiheit: Die neue Kunstinstallation im Park des Bildungszentrums lädt zu Interpretationen ein. Quelle: Anke Schlicht
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Geballte Kraft im wahrsten Sinne des Wortes geht von den überdimensionierten Händen der Kunstinstallation des Bildhauers Jürgen Eimecke aus, die innerhalb der Veranstaltung eingeweiht wurde und zukünftig im Park des Bildungszentrums die Blicke der Besucher auf sich ziehen wird. Faust, Fahne und Freiheit – diese Begriffe umreißen die große mehrteilige Skulptur aus Eichenholz, deren Entstehung der Künstler als „spannenden Findungsweg“ beschrieb.

"Für mich ist Karl Marx untrennbar mit der Pressefreiheit verbunden. Freiheit ist das wichtigste Gut“, führte Eimecke während seiner kurzen Präsentation aus. Erkämpft wurde diese durch Revolutionen, die die Fahne-tragende Faust versinnbildlicht. „Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte“, lautete die Vorgabe bei Auftragserteilung – und so sind die Jahreszahlen der großen Umbrüche in Europa und Übersee – angefangen mit dem Bauernaufstand im Jahr 1525 über den französischen „Klassiker“ 1789 bis zur Neuordnung in Deutschland nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg – in der Fahne aus Holz verewigt.

Zu jedem für das Leben der Menschen und den Lauf der Geschichte so wichtigen Ereignis hat Harald Kolbe den rund 80 Gästen etwas Prägnantes zu berichten, aber er verweilt nicht lange beim Wort, sondern lässt Lieder erklingen, die die Aufbrüche in neue Zeiten begleiteten. „Vorwärts“ lautete der ungeschriebene Wahlspruch der Kämpfer für die Freiheit, er wohnt den Musikstücken inne, und auch der Künstler Jürgen Eimecke hat ihn zum Ausdruck gebracht, indem er seinen Händen eine Neigung verliehen hat.

Zwei Objekte sparte er allerdings aus und ließ sie streng nach oben zeigen. „Eines der beiden verkörpert die aktuelle Situation. Alles ist derzeit offen, wo führt der Weg hin“, schlägt er den Bogen in die Gegenwart. „Wir leben seit zirka 20 Jahren in einer Umbruchzeit, man sucht nach Orientierung und interessanterweise wird Karl Marx von allen als Ökonom oder Philosoph herangezogen. Seine Lehren sind zeitgemäß“, greift Geschäftsführer Harald Kolbe die Interpretation auf. Eine Sichtweise, der sich Besucher Nicolai Nolze nur anschließen kann: „Es ist durchaus möglich, mit Karl Marx in die Zukunft zu denken.“

Von Anke Schlicht

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