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Celle Stadt Landespolitik: Solidarität mit Celler Landgestüt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Landespolitik: Solidarität mit Celler Landgestüt
17:08 29.05.2015
Von Gunther Meinrenken
Landtagspräsident Bernd Busemann (links) wurde gestern von Landstallmeister Axel Brockmann über das Gelände des Landgestüts geführt, dabei nahm er auch Hengst Totilas in Augenschein. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Die Landespolitik steht zum Celler Landgestüt und zu den dort abgehaltenen traditionellen Hengstparaden. Das ist die Botschaft, die der Landtagspräsident Bernd Busemann sowie dieLandtagsabgeordneten Thomas Adasch (CDU), Ernst-Ingolf Angermann (CDU), Maximilian Schmidt (SPD) und Jörg Bode (FDP) bei ihrem gestrigen Besuch des Celler Landgestüts hinterließen. „Die Hengstparade in Celle ist ein Höhepunkt nicht nur für das Pferdeland Niedersachsen. Pferdefreunde aus aller Welt kommen alljährlich ins Landgestüt, um sich auf dem Laufenden zu halten", waren sich die prominenten Besucher einig.

Landstallmeister Axel Brockmann hatte seine Gäste zuerst in der Hengstprüfanstalt Adelheidsdorf in Empfang genommen. Im Anschluss führte er die Abgeordneten über das Landgestüt in Celle. Neuigkeiten über die Zukunft der Hengstparaden hatten die Landesvertreter allerdings nicht im Gepäck. "Das ist ein Solidaritätsbesuch. Ich bin ein Kenner und Freund des Landgestüts", meinte Busemann.

Brockmann hatte vor ein paar Wochen die Pferde scheu gemacht, als er auf der Internetseite des Landgestüts das Aus für die klassischen Hengstparaden für 2016 verkündete. In der Politik überschlugen sich die Reaktionen, die in einer Anweisung des niedersächsischen Landwirtschaftsministers Christian Meyer (Grüne) an Brockmann gipfelten, die Hengstparaden fortzuführen.

Brockmann hatte mit seinem Schritt auf die klamme Finanzlage des Landgestüts reagiert. Die Hengstparaden tragen zu dem Defizit von etwa zwei Millionen Euro bei. Die Neukonzeption der Veranstaltung will der Leiter des Landgestüts in den kommenden Wochen präsentieren.

Busemann: „Für die Zucht der Hannoveraner Rasse ist Celle unverzichtbar. Im Landgestüt schlägt das Herz des Pferdelandes Niedersachsen. Ohne die Hengstparade als Leistungsschau des Gestüts wäre das nicht gewährleistet.“ Die Veranstaltung sei für das Landgestüt vielleicht die wichtigste Gelegenheit, seine züchterische Kompetenz unter Beweis zu stellen un sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten", so die Landtagsabgeordneten.