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Celle Stadt Landesseniorenbeirat staunt über Quartier Hattendorffstraße
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Landesseniorenbeirat staunt über Quartier Hattendorffstraße
18:23 20.09.2013
Mit 32 Mitgliedern hatte sich der Landesseniorenbeirat auf den Weg nach Celle begeben – und zeigte sich von den vielfältigen Ideen in der Hattendorffstraße angetan. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Die Hattendorffstraße, einst bevorzugtes Wohnquartier für Arbeiter und Angestellte, hat sich dank des Celler Bau- und Sparvereins (CBS) in den vergangenen Jahren mächtig gemausert und wird nach dem Willen seines Geschäftsführers Fritz Stünkel im kommenden Jahr um weiter zwei Attraktionen reicher.

Schon jetzt ist mit dem von einem eigenen Verein getragenen Nachbarschaftstreff „Capito“, mit der Wohngemeinschaft „WoGe“, in der Senioren Hilfe zur Selbsthilfe praktizieren, der Tagespflege des Arbeiter-Samariterbundes (ASB), dem „Atelier 22“, dem Projekt „Gemeinschaftliches Wohnen“ und dem „Wohnen für Alleinerziehende“ im Caritashaus viel Positives in einem Bezirk gereift, der durchaus Probleme besonderer Art zu bewältigen hatte. Dem steuert der genossenschaftlich geführte CBS entschieden entgegen.

„Wir haben uns intensive Gedanken über Wohnformen für die Zukunft gemacht und sind da auf einem guten Weg“, sagte Stünkel. So sind eine eigene Kinderkrippe und Kinderbetreuung, ein „Leihomaservice“, Spielstraße und Service für Hilfen im Alltag besonders für Senioren weitere Ideen.

Mit 32 Mitgliedern hatte sich der Landesseniorenbeirat auf den Weg nach Celle begeben. Und er zeigte sich von den vielfältigen Ideen angetan. „Das Quartier ist ein absoluter Pluspunkt für Celle“, lobte Vorsitzende Ilka Dirnberger. „Die meisten Menschen wollen doch im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und nicht in ein Heim abgeschoben werden“, meinte Dirnberger und spielt damit auf Stünkels Vortrag über Mehrgenerationswohnen an. Dies trage zur Entlastung der Sozialsysteme bei.

Die Bewohner der „WoGe“ fühlen sich in ihren vier Wänden sehr wohl, versicherte Eva-Marie Bierschwale (86). Sie schenkte den Besuchern den Blick in ihre geschmackvoll eingerichteten gut 40 Quadratmeter. Es haben sich Freundschaften in der Nachbarschaft gebildet. Man hilft sich gegenseitig, kann aber auch einfach die Tür hinter sich dichtmachen, so einem danach ist.

Doch nicht allein für das Wohnen fühlt sich Celles älteste Wohnungsgesellschaft verantwortlich. In den hinteren Häuserbereichen wurden Gärten angelegt. „Wir liegen mit unseren Immobilien zwischen dem Heese- und dem Lauensteinplatz. Deshalb ist es uns Herzenssache, dass auch Treffs und Einkaufsmöglichkeiten in angenehmer Atmosphäre möglich sind“, führte Stünkel aus. Deshalb habe die CBS das Gewerbeforum mit ins Leben gerufen.

„Es sind viele kleine, aber wichtige Schritte“, sagte Stünkel, „wobei wir natürlich unsere außerhalb des Quartiers liegenden Immobilien nicht vernachlässigen. Auch diese Mieter sind nach unserer genossenschaftlichen Satzung ein bisschen Miteigentümer an dem großen Ganzen.“

Miteigentümer der Genossenschaft zu werden, ist einfach. Mit einem Anteil von 250 Euro Minimum ist man schon dabei – übrigens mit einer vierprozentigen Verzinsung zurzeit.

Von Gert Neumann