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Celle Stadt Landkreis Celle will Netz der Gesundheit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Landkreis Celle will Netz der Gesundheit
16:17 27.02.2014
ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Iimpfung wird in einer Arztpraxis in Dresden am 13.01.2009 vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/dpa (zu dpa "Jahreswechsel-Paket 2013" vom 02.12.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: Ralf Hirschberger
Celle Stadt

Streit gibt es bei den Celler Parteien höchstens noch darüber, wer zu diesem Projekt als erster die Idee hatte. Die CDU im Kreistag weist darauf hin, dass sie schon 2010 einen Antrag auf Bildung der Gesundheitsregion Celle gestellt hat. Damals sollten die Erfahrungen der ersten Regionen abgewartet werden. Heute nun stelle sich der von der CDU gewählte Weg als der richtige dar und die Bildung der Gesundheitsregion rücke näher. „Uns freut es, dass die Zusammenarbeit der Leistungsträger, der Kostenträger und der Patienten nun in den Mittelpunkt rückt, nur so lassen sich nachhaltig Kosten im Gesundheitswesen einsparen“, so der Fraktionsvorsitzende Joachim Müller. Die Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote sei dringend erforderlich, da dort auch Synergien genutzt werden könnten. Die Vorsorge und die Rehabilitation werden künftig einen hohen Stellenwert haben und dabei eher wohnortnah als in der Ferne stattfinden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreis und Landtagsabgeordnete Maximilian Schmidt betont naturgemäß die Leistung der Landespolitik. „Ich begrüße sehr, dass wir die Bewerbung als Gesundheitsregion im Landkreis Celle einstimmig auf den Weg gebracht haben. Wir haben mit Rot-Grün im Landtag durchgesetzt, dass dieses Programm in Niedersachsen zum Start mit 25.000 Euro pro Landkreis finanziert wird – Celle hat jetzt exzellente Chancen für einen solchen ersten Zuschuss." Das Thema Gesundheitsregion mit wohnortnaher Versorgung bei Arzt- und Pflegeleistungen sei so wichtig, dass es hohe Einigkeit verdient habe.

Sei es nun ein SPD- oder CDU-Vorschlag, gut finden es also alle. Für Landrat Klaus Wiswe spielt aber nicht nur die Verzahnung eine Rolle. „Es ist eine unmögliche Situation, dass der Landkreis Celle als eine Versorgungsregion betrachtet wird”, so Wiswe. Mit einem Federstrich sei die Region plötzlich überversorgt, weil es in der Stadt sehr viele Mediziner gebe. „Aus dieser Nummer müssen wir raus”, sagt Wiswe.

Tore Harmening

Von Tore Harmening