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Celle Stadt Lars Redlich unternimmt in Celle Streifzug durch den täglichen Wahnsinn
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lars Redlich unternimmt in Celle Streifzug durch den täglichen Wahnsinn
18:34 02.04.2018
Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

„Ich sehe schon, ich kann Euch damit nicht berauschen – die Karten sind ab jetzt aber nicht mehr umzutauschen“, reimt er spontan, als sein Eingangswitz („Wie nennt man einen ausgehungerten Frosch? Magerquak!“) im Publikum erstmal nur auf verhaltenes Schmunzeln stößt – und hat damit sofort die Lacher auf seiner Seite. Ob „Schorsch, die einzelne Socke“, die bei 60 Grad ihren Partner verliert und sich, stoned von zuviel Lenor ihrem Schmerz hingibt, „Eike, die Eintagsfliege“, die ab und zu mal einen schlechten Tag hat, oder „Mandy“, die tiefgebräunte Granate aus Sachsen, die ihn – trotz Hauttyp eins – zum wiederholten Besuch eines Sonnenstudios „verführt“: In atemberaubendem Tempo nimmt Redlich das Leben und auch sich selbst immer wieder auf die Schippe.

Das erste Soloprogramm des Berliners ist schon längst kein Geheimtipp mehr: Der 36-Jährige, der ursprünglich Lehrer werden wollte – die Tatsache, dass er ein „doppeltes Lehrerkind“ ist, schlachtet er für den einen oder anderen Gag auch schon mal genüsslich aus – ist musikalisch ungeheuer vielseitig. Von der Gitarre wechselt er in Windeseile zum Piano, überzeugt als Beatboxer genauso wie an der Klarinette. Ob er das hinbekommt, in nur 20 Minuten einen Song zu schreiben, dessen Inhalt und musikalische Stilrichtung das Publikum bestimmt, bangt man vor der Pause – und wird sogleich mit einem Reggae-Stück überrascht, in das er äußerst geschickt die Worte „Hase, Sonne, Sex, Schwarzbrot, Nordlicht und Sternenhimmel“ eingeflochten hat.

Als „Thermomix unter den Kleinkünstlern“ bezeichnet Redlich sich selbst, und auch den Cellern gefiel der zweistündige Frontalangriff auf die Lachmuskeln, der fantasievoll und abwechslungsreich daherkam.

Von Christina Matthies

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