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Celle Stadt Lebenseinsichten über die weibliche Sichtweise im Celler Sophienstift
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lebenseinsichten über die weibliche Sichtweise im Celler Sophienstift
15:22 04.07.2018
Dorit Meyer-Gastell sorgte beim Tucholsky-Abend im Sophienstift für reichlich Lachtränen beim Publikum. Quelle: Doris Hennies
Celle

„Männer … so in allen ihren Posen … und Frau ist Frau“ hieß das Programm aus Texten und Liedern von Kurt Tucholsky, mit dem Schauspielerin Dorit Meyer-Gastell und Musiker Jurij Kandelja am „Bajan“ (dem Knopfakkordeon) zu Begeisterungsstürmen – und zum Nachdenken brachte. „Da steckte viel Wahrheit drin“, bekräftigte eine Heimbewohnerin am Ende. Zwischen locker leichtem Dahinplätschern und bissig-bösen Kommentaren hat sich Tucholsky so einiges zum Thema Liebesbeziehungen von der Seele geschrieben. Und seine Lebenseinsichten bewiesen erstaunlich viel Kenntnis über die weibliche Sichtweise.

Lottchen als berlinernde Lebedame: Zwischen raffiniertem Auf-Abstand-Halten – „Ich sag nicht ja, ich sag nicht nein – noch nie hat einer mehr erreicht als ein vielleicht“ – und sich ganz in der Liebe zu „dem Einen, dem Richtigen“ zu verlieren – war sie eine der wichtigsten Figuren Tucholskys. Impulse dafür gab seine Geliebte, die Journalistin Lisa Matthias, die den Literaten bestärkte, diesem „Lottchen“ eine eigene Sprache und ihren spezifischen, Bühnenreif überzogenen Charakter zu verpassen. „Wenn man einen jern hat, haben wir (frauen) es jern, dass wir ihn lieben“ – selbst wenn das bedeuten sollte „sonntags Saufen, Raufen – Messer raus … ohne Beule kann keiner sein …“.

Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden, sie reißt sie auch auf – wenn der Alltagstrott und die Gewohnheit Zugriff auf das erste stürmische Verliebtsein nehmen. Den einen hält man sich noch warm, den Anderen zum Amüsement (beiderseits) und zwischen Leugnen, Betrügen und Frustration schleichen sich bittere Töne der Abrechnung und des Verlustes in Lieder und Dialoge ein. Ist der Lack erst einmal ab, bleibt manchmal nur die Erkenntnis „mein dicker Mann ist faul, fett und gefräßig – aber „ik hab mer so an ihn jewöhnt“ – und träumen darf man ja weiter.

Von Doris Hennies

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