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Celle Stadt Lebenswege von Juden eindrucksvoll nachgezeichnet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lebenswege von Juden eindrucksvoll nachgezeichnet
12:59 17.08.2018
Peter Hertel (kleines Foto) gab mit seinem Vortrag eine berührende Einführung in die Ausstellung. Über Jahrzehnte hat er sich auf die Spuren der Juden aus Ronnenberg begeben. Quelle: Birgit Stephani (2)
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Es ist eine Ausstellung, wie es sie vielleicht schon vielfach gab. Und doch macht sie betroffen, nicht zu-letzt durch Hertel, der die Geschichten der Familien nicht nur dokumentiert, sondern durch seine eigenen Erzählungen unmittelbar greifbar macht. Hertel und seine Frau haben sich mit Überlebenden getroffen, persönliche Dinge der Opfer zusammengetragen und so auf eindrucksvolle Art und Weise deren Lebensweg nachgezeichnet. Da war bei manchen die Hoffnung, in die USA auswandern zu können. Da waren die zurückgebliebenen Familienmitglieder, die sich daran klammerten, dass alles gut werden würde und die letztlich enttäuscht wurden und zum größten Teil nicht am Leben blieben.

Es sind Sätze wie „Ab morgen bist Du hier nicht mehr erwünscht“, die der kleine Fritz Cohen zu hören bekam, als er wie immer in das Schwimmbad wollte. Cohen allerdings gehörte zu den Überlebenden, wanderte nach Brasilien aus und entkam so den Nazis. Erst viel später kam er zurück nach Ronnenberg, in seine Heimatstadt, die sich inzwischen ihrer Vergangenheit stellt und den Opfern der Nazi-Zeit gedenkt. „Ab heute bin ich wieder Ronnenberger“, soll Cohen bei einem seiner Besuche gesagt habe. Ausdruck dafür, dass er sich mit den Geschehnissen versöhnt hat. Vergessen wird er sie aber niemals.

Die Juden Ronnenbergs stehen als Beispiel für die Geschehnisse in ganz Deutschland. Sie standen damals vor der Wahl: Wenn sie Deutschland nicht verließen, wurde sie nach ihrer Deportierung ins KZ Buchenwald wieder eingesperrt. Die Folge: Ende 1939 lebten in Ronnenberg keine Juden mehr.

In einer historischen Darstellung an der Leibniz-Universität Hannover erschien die jüdische Gemeinschaft von Ronnenberg als kompaktes Fallbeispiel für das Ziel der Nazis, deutsche Gemeinwesen „judenfrei“ zu machen.

Von Birgit Stephani

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