Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Lehrer finden Celle „mächtig verlockend“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lehrer finden Celle „mächtig verlockend“
17:13 23.02.2010
Von Oliver Gatz
Celle Stadt

Das Ausstellungskonzept des Residenzmuseums stößt bei der niedersächsischen Geschichtslehrern auf eine positives Echo. Die Struktur sei vorbildlich und ein wichtiger Beitrag zur Vermittlung von Landesgeschichte, heißt es. „Es handelt sich um ein für Klassenbesuche besonders geeignetes Museum, das bei rechtzeitiger Anmeldung eine fachkundige Führung zur Verfügung stellt“, teilte der niedersächsische Geschichtslehrerverband aus Anlass seiner gestrigen Frühjahrstagung im Celler Schloss mit. Der Verband stellte die aktuelle Sonderschau des Museums „Mächtig verlockend“ über das Leben der Welfen-Frauen Eléonore d’Olbreuse und ihrer Tochter Sophie Dorothea in den Mittelpunkt seines Kongresses.

Rund 100 Pädagogen tauschten sich im Rittersaal über Unterrichtskonzepte und didaktische Fragen aus. „Wir haben die Tradition aufgenommen, die jährliche Frühjahrstagung in einem Ort außerhalb Hannovers stattfinden zu lassen“, erläuterte Martin Stupperich, Vorsitzender des Niedersächsischen Geschichtslehrerverbandes. Das museumspädagogische Konzept stelle eine Besonderheit innerhalb der niedersächsischen Museumslandschaft dar und sollte von der Lehrerschaft stärker wahrgenommen werden.

Der Termin der diesjährigen Frühjahrstagung wurde in die Nähe der Ausstellungseröffnung gelegt, so dass die Schau bis zum Schlusstag am 15. August für Besuche mit Schülergruppen genutzt werden kann. „Von Celle aus, der Residenz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, wurde zweieinhalb Jahrhunderte lang deutsche Politik betrieben“, sagte Stupperich. Die niedersächsische Geschichte biete mit dem Welfenschloss und der Hofhaltung Paradebeispiele für die politische Existenz fürstlicher Frauen. Eléonore d’Olbreuse und ihre Tochter Sophie Dorothea machten diese Existenz besonders deutlich, weil sie sich nicht passgenau in die Vorgaben der höfischen Gesetze und Grundregeln gefügt hätten, so Stupperich.

In Arbeitsgruppen diskutierten die Lehrer kritisch über Veränderungen des Geschichtsunterrichts in der Oberstufe. Darüber hinaus tauschten sie sich über Chancen und Notwendigkeiten von Museumsbesuchen mit Schülern aus. „Celle ist ein Mekka für Museumsbesuche“, lobte Stupperich. Das Konzept der Ausstellungen des Residenzmuseums sei vorbildlich. Schüler müssten aber darauf im Unterricht vorbereitet werden. Wie Stupperich mitteilte, kündigten zahlreiche Pädagogen an, mit ihren Klassen und Arbeitsgruppen erneut nach Celle zu kommen.