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Celle Stadt Leuchtendes Buchstaben-Dickicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Leuchtendes Buchstaben-Dickicht
17:19 02.01.2014
Eines der liebsten Lichtkunstwerke von Gabi Hübner ist „Lichten“ von Hartung uns Trenz. Quelle: Kunstmuseum Celle
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Immer wieder überraschen mich die Arbeiten von Hartung und Trenz aufs Neue und laden dazu ein, spielerisch mit ihnen umzugehen. So auch das Kunstwerk „Lichten“, das derzeit im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon zu sehen ist.

Zunächst ist eine grauweiß melierte, quadratische Fläche von Weitem an der Wand sichtbar. Erst beim Näherkommen wird klar, dass es sich um Überlagerungen von Buchstaben handelt, die mehr oder weniger deutlich sichtbar sind. Das macht neugierig darauf, was passiert, wenn man den Raum zwischen den Diaprojektoren und der Projektion betritt. Je näher ich mich auf die Wand zubewege, desto mehr scheint sich die Projektion aufzufalten. Das Wort „Lichten“ taucht in immer wiederkehrender Folge aus dem Buchstaben-Dickicht auf. Richtig verschachtelt wirkt die Wandprojektion, sobald sich noch mehr Betrachter mit mir vor der Projektion befinden. Es entsteht ein Gefühl von Dreidimensionalität. Und plötzlich, wenn ich fast unmittelbar vor der Wand stehe öffnet sich mir eine dunkle Fläche, fast wie eine Öffnung zum Hindurchgehen – aber wohin?

Gabriele Hübner ist Kunsthistorikerin und macht seit 2010 als freie Mitarbeiterin Führungen und Kunstvermittlungen im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. Die Ausstellung „Scheinwerfer. Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert“ läuft noch bis zum 30. März 2014. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.

Von Cellesche Zeitung