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Celle Stadt Lichtkunst: Mende-Vorschlag findet erstmals Mehrheit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lichtkunst: Mende-Vorschlag findet erstmals Mehrheit
13:41 12.11.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Für die von Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) gewünschte Licht- und Klanginstallation in der Bahnhofsunterführung zeichnet sich in der Celler Politik eine Mehrheit ab. Gestern gab der Kulturausschuss grünes Licht für das Kunstprojekt. Mit vier zu drei Stimmen votierten die Mitglieder des Gremiums für das vom Direktor des Celler Kunstmuseums, Robert Simon, und dem Künstler Vollrad Kutscher vorgelegte Konzept, das von Mende unterstützt wird. Zuvor entspann sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Befürwortern und Kritikern der Installation.

Besonders die CDU, die als einzige gegen das Projekt stimmte, musste Prügel einstecken. „Ich verstehe nicht, warum von Seiten der CDU die Sache noch abgelehnt wird. Ihnen geht es nur darum, dem Oberbürgermeister einen auszuwischen“, griff Frank Pillibeit von der Wählergemeinschaft die Vertreter der Christdemokraten an. Ein Vorwurf, den der angesprochene Karsten Moritz (CDU) „unter aller Sau“ fand.

Moritz legte noch einmal dar, warum seine Fraktion das Kunstprojekt zum jetzigen Zeitpunkt nicht unterstützen wolle. Neben Zweifeln an der Sinnhaftigkeit und Wirkung der Installation lautete der Hauptgrund: Angesichts der dramatischen Haushaltslage der Stadt Celle sei es nicht verantwortbar, 80000 Euro in das Projekt zu stecken. Auch wenn diese bereits im Haushalt eingestellt sind, so seien sie doch keine „beschlossene Sache“. „Wir wollen das Geld lieber in die Bildung investieren“, meinte Moritz und nannte als Beispiele die Bibliothek am Lauensteinplatz, deren Schließung geprüft wird, und ein mögliches zweites freies Kita-Jahr.

Letztlich blieb die CDU mit ihrer Meinung allein auf weiter Flur, denn der ehemalige Gruppenpartner FDP hat sich auf die Seite der Befürworter der Licht- und Klanginstallation geschlagen. Hans-Herbert Encke (FDP), der sich noch im Verwaltungsausschuss der Stimme enthalten hatte, votierte nun für den Mende-Vorschlag. Damit zeichnet sich nun ab, dass der Oberbürgermeister bei der entscheidenden Abstimmung im Celler Rat, die am 16. Dezember stattfinden soll, ebenfalls eine Mehrheit finden wird.