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Celle Stadt Lieder aus dem alten und neuen Israel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lieder aus dem alten und neuen Israel
17:31 25.09.2018
Esther Lorenz und Hendrik Schacht verzauberten mit Sakralen und weltlichen Lidern aus dem alten und neuen Israel. Quelle: Birgit Stephani
Celle

Esther Lorenz und Hendrik Schacht entführten das Publikum in der Unterlüßer Friedenskirche musikalisch in die Welt des Judentums und sparten auch nicht dran, jüdische Bräuche und die berühmte Prise Humor zur Schau zu stellen.

Da gab es beispielsweise den ziemlich vergesslichen Jungen, dem jemand riet, sich einfach alles aufzuschreiben. Er folgte dem Rat und notierte abends, wo er seine Kleidung hingelegt hatte. Am nächsten Morgen schaut er auf seine Zettel und fand seine Kleidung, wie auf den Zetteln notiert. Nur beim letzten Zettel haperte es, denn dort hatte er notiert, dass er selber im Bett läge. Als er nachschaute, bemerkte er, dass dem nicht so war ...

Allen Grund zur Freude hatten sowieso diejenigen, die den Weg in die Friedenskirche gefunden hatten. Der Hörer schwelgte augenscheinlich in seinen Gedanken und war doch zu keinem Zeitpunkt wirklich abwesend. Vielmehr verleitete die Musik, sich ihr vollkommen hinzugeben und sie mit jedem Ton zu genießen. Maßgeblich dazu steuerte die wohlklingende Stimme der Sängerin bei, die mühelos über verschiedene Oktaven wechselte und dabei immer angenehm hörbar blieb.

So begab sich Lorenz zusammen mit den Gästen auf eine musikalische Reise durch das Judentum, führte in die biblische Zeit des Segens, erzählte von der Sehnsucht König Davids nach Gott, als er sich in der Wüste Juda befand, zitierte die Worte zweier Geliebter aus dem Hohelied und besang den „Abend der Rosen“ in „Erev shel shoshanim“ – ein modernes israelisches Liebeslied, das oft auf Hochzeiten gespielt wird.

Weniger bekannt war die Musik der sephardischen Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien im Mittelalter in ganz Südeuropa, in Israel sowie in New York ansiedelten. Erläuterungen über Feiertage und Bräuche, Anekdoten und die berühmte Prise Humor im Judentum vervollständigten dieses musikalische Kaleidoskop, das jüdisches Leben und Fühlen von verschiedenen Seiten beleuchtete. Auch moderne Vertonungen von Naomi Shemer, Sara Levy Tanai, Josef Hadar sowie vertonte Gedichte von Nathan Jonathan und dem Gelehrten Solomon Ibn Gabirol gehörten zum Repertoire und runden den musikalischen Abend ab. (bis)

Von Birgit Stephani

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