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Celle Stadt Löwenzahn, Magnum und Christos' fliegende Finger
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Löwenzahn, Magnum und Christos' fliegende Finger
16:25 14.04.2013
Von Jürgen Poestges
In sich versunken und konzentriert - Kai Thomsen bei der Nacht der Gitarren in der CD-Kaserne - Kai Thomsen Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Zweieinhalb Jahre haben sie auf sich warten lassen. Als dann aber der Celler Lokalmatador Kai Thomsen, Henning Rümenapp und Christos Mamalizidis zur Nacht der Gitarren am vergangenen Freitagabend die Bühne der CD-Kaserne betraten, war klar, dass das Publikum das „Friday Night Trio“ vermisst hatte. Schon bevor auch nur ein Ton gespielt war, tobte die Halle. Gleich der Auftakt war eine Überraschung: Die Titelmelodie des Films „Fluch der Karibik“ auf drei Akustik-Gitarren – das hat wohl noch nie jemand gehört.

Das war der Start eines Abends voller Musikalität und guter Laune. Mamalizidis, der sonst eher den harten Klängen frönt, bewies auch auf den akustischen Saiten seine fliegenden Finger. „Das macht gerade den Reiz unseres Trios aus“, sagt der Grieche (Nikki Puppet), der sich sowohl im Flamenco- wie auch im Metalstil zu Hause fühlt. „Wir kommen aus verschiedenen Stilen, ergänzen uns aber hervorragend.“ Und Rümenapp, bekannt als Gitarrist der Guano Apes, ergänzt: „Als Teil einer Gruppe kannst du dich schon mal hinter dem Sound verstecken, aber mit einer Akustik-Gitarre geht das nicht.“

Das Trio bot unter anderem einen Streifzug durch alte TV-Serienmelodien wie „Löwenzahn“, „Derrick“, „Pippi Langstrumpf“, „Magnum“ und „James Bond“, getoppt noch durch die „Schwarzwaldklinik“. Ein Flamenco und Thomsens obligatorischer Abstecher in die Klassik hatten ebenso ihren Platz wie die launigen Ansagen Rümenapps.

Mehr als eine Erwähnung wert ist der Gast des Abends, El Mago Masin. Was der Comedian mit der Gitarre anbot, war klasse. Auf die Idee, aus dem Beatles-Klassiker „Blackbird“ den deutschen Song „Eckbert speit“ zu machen, die Geschichte einer party-süchtigen Amsel, muss man erst einmal kommen.Einhellig war der Wunsch, das Friday Night Trio wieder jährlich auf der Bühne zu sehen. „Das ist aber gar nicht so einfach“, dämpft Thomsen die Erwartungen. „Da einen Termin zu finden, bedarf langfristiger Planung.“