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Celle Stadt "MINT-Fächer" bieten in Celle gute Jobchancen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "MINT-Fächer" bieten in Celle gute Jobchancen
20:41 10.11.2014
MINT-Berufe standen auch im Fokus der Messe "Berufswelt Technik", die kürzlich in Celle stattfand. Quelle: Lothar H. Bluhm
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„Die hiesigen Firmen sehen sich in der Pflicht, sich um Nachwuchs zu kümmern", lobt der Pressesprecher der Celler Arbeitsagentur, Marc Seemann, die Unternehmen im Celler Land. Er bedauert gleichzeitig, dass der Mädchenanteil bei den MINT-Berufen noch recht gering sei.

Der Regionalbeauftragte Celle von der Stiftung Niedersachsenmetall, Andreas Mätzold, unterstreicht, dass hier in Celle sehr gute Arbeitsmöglichkeiten für Fachkräfte in den technischen Berufen bestehen und daher junge Leute in den MINT-Fächern gute Jobchancen haben. Mätzold sieht den Auftrag der Stiftung Niedersachsenmetall auch darin, junge Leute für die MINT-Fächer zu begeistern.

„MINT beginnt schon in KITA und Schule", sagt in diesem Zusammenhang die Niedersächsische Kultusministerin, Frauke Heiligenstadt. „Wir müssen vor allem die Übergänge aktiv gestalten und die Kooperation der Bildungsbereiche und -einrichtungen weiter fördern. Wir möchten durch spannenden, motivierenden Unterricht das Interesse für die MINT-Fächer weiter stärken, dabei insbesondere auch die Mädchen gezielt ansprechen und damit das Berufs- und Studienwahlspektrum erweitern."

Für den stellvertretenden Schulleiter des Hölty-Gymnasiums, Martin Freytag, ist wichtig, dass die Schüler an technische Inhalte herangeführt und für MINT-Berufe begeistert werden: „Wir brauchen junge Leute, die Ingenieure werden wollen." Deshalb ist auch das Angebot an Arbeitsgemeinschaften an dem Gymnasium erweitert worden.

„Wir stärken die MINT-Studienfächer, wollen mehr junge Menschen für die MINT-Berufe begeistern und sie auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Studienabschluss unterstützen", sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. Niedersachsen stehe vor den Herausforderungen des demographischen Wandels und der Frage, wie auch in Zukunft genügend hoch qualifizierte Fachkräfte gewonnen werden können. Das gilt sowohl für Handwerksbetriebe, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Großbetriebe, vor allem in den niedersächsischen Schwerpunktbranchen wie Agrar und Ernährung, Energie oder Mobilität.

Niedersachsen bringt nach Angaben des Kultusministeriums viel auf den Weg, um die MINT-Fächer zu stärken: Neben dem Ausbau der MINT-Studienplätze haben sich die Hochschulen für beruflich Qualifizierte ohne Abitur geöffnet. Außerdem hat das Land ein Fachhochschulentwicklungsprogramm gestartet.

Von Lothar H. Bluhm